Plein Air: Nebel

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Nach drei Wochen Plein Air Pause galt es, mich wieder rein zu finden. Oberstes Ziel für mich: Farben treffen. Im Gegenlicht des Nebels eine Herausforderung.

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Foto © Ölstudie,  2014, Astrid Volquardsen

 

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 Foto © Ölstudie, 2014, Astrid Volquardsen

Und während ich dort so herummurckste musste ich an den Blogbeitrag von Danny Gregory denken: Starting again.

Wenn du für längere Zeit nicht in der Sporthalle warst, wie fängst du wieder an?

Wenn du länger nicht gezeichnet hast, wie fängst du wieder an?

Wenn du länger nicht geschrieben hast, wie fängst du wieder an?

Du fängst an, indem du einfach anfängst. Du greifst dir einen Stift und beginnst zu arbeiten. Es gibt keinen magischen Trick, keine aufwendigen Vorbereitungen. Einfach hinsetzen und beginnen. Es mag Angst einflößend sein, aber wenn man erstmal begonnen hat, verschwindet auch das.

Die berühmte amerikanische Schriftstellerin Maya Angelou hat es so ausgedrückt:

Ich versuche zu schreiben. Vielleicht schreibe ich für zwei Wochen »Die Katze sitzt auf der Matte, das ist das und keine Ratte.« Es kann sich dabei um den langweiligsten und schrecklichsten Kram handeln. Aber ich versuche es. Wenn ich schreibe, dann schreibe ich. Und dann ist es, als ob die Muse überzeugt ist, das es mir ernst ist und sagt: »Okay. Okay. Ich komme.«

Wer Maya Angelou noch nicht kennt, sollte unbedingt einmal den Wikipedia Link lesen. Was für ein bewegtes Leben in einer bewegten Zeitgeschichte.

 

Wenn Maya Angelou rummurksen kann, dann kann ich das auch. Besser als auf der Couch zu sitzen und nicht das Leben leben, welches ich führen möchte.

Und dann staune ich da draußen über die kleinen Geschenke, welche die Natur mir macht.

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Foto © 2014, Astrid Volquardsen

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10 Antworten

  1. Svenja
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    Hallo Astrid!
    Da sind ja wieder motivierende kleine Weisheiten zusammengetragen! Wie war das noch? Reiten lernt man nur durch reiten ;-)…Und deinen Fotos sieht man die Kälte und die klammen Finger beim Malen förmlich an – es friert schon bei euch?! Hier leuchten immernoch die Blätter in gelb an den Bäumen bei nicht weniger als 5°C bisher, mal sehen wann es kälter wird.
    Ein schönes Wochenende und liebe Grüße,
    Svenja

    • Astrid
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      Hallo Svenja,
      ja genau. Ich denke, es tut auch anderen gut zu sehen, dass all diese Bilder nicht vom Himmel fallen, sondern durch Arbeit entstehen.

  2. Angela
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    Ziel erreicht! Hallo Astrid, sieht toll aus was du da so machst.Diese zarten Farben passen total zu deinem Stil.
    In freudiger Erwartung auf nächste Arbeiten sei lieb gedrückt.
    Angela

    • Astrid
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      Hallo Angela! Ja, das kann ich mir vorstellen, das dir die Farben gefallen. Liebe Grüße Astrid

  3. werner osterrath
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    Ich möchte da die Maya Angelou aufgreifen vielleicht fange ich auch das Schreiben wieder an. Vielleicht war das der Funke, was die Mrs. Angelou da geschrieben hat…mal sehen……
    Sieht so Motivation aus?
    Viele Grüße aus Nürnberg

    • Astrid
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      Ja, denn mit einem Mal ist es zum Greifen nah.

  4. Hartmut
    |

    Hallo Astrid,
    starkes Bild! Besonders die Farbübergänge »von einem Grau ins andere« begeistern mich.
    Und das Licht im Hintergrund, toll.
    Sag mal, Astrid, müssen wir jetzt unsere Pastelle auf dem Dachboden deponieren und die
    alten Ölfarben aktivieren oder bleibt die Pastellmalerei Deine »Königsdisziplin«?
    Wie hast Du denn den Malgrund an dem Brett befestigt?
    Ach, wenn ich so etwas sehe, kommen mir Fragen über Fragen.
    Ein wunderbares Bild.
    Liebe Grüße
    Hartmut

    • Astrid
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      Hallo Hartmut,
      die Ölmalerei erweitert nur meine künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten mit einem langen Lernweg vor mir. Ich bin einfach furchtbar gerne draußen und in dieser Jahreszeit ist Pastell einfach schlecht zu nutzen.
      Der Malgrund ist einfach von hinten an ein Stück Pappe getackert. Dadurch kann ich viel leichter meine Arbeitshöhe anpassen. In einem Beitrag werde ich das mal zeigen.

  5. Claudia
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    Hallo Astrid,
    schon dein Gespür für Farben begeistert mich immer wieder! Ich bin ebenfalls viel draußen und da denke ich ganz oft an dich! Manchmal stelle ich mir vor, wie schwer es bei der feuchten Kälte sein muß einen Pinsel zu halten! Und am Ende entsteht trotzdem so eine wunderbare Farbskizze! Respekt! Bei dir ist wirklich der Beruf eine Berufung! Das ganze dann gepaart mit viel Fleiß, einfach großartig!

    • Astrid
      |

      Danke dir!