Friedel Anderson. Ausstellung in Schloss Gottorf

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Gestern war ich zur Ausstellung von Friedel Anderson in Schleswig. Eine wunderbare Ausstellung, sehr schön gehängt, so dass seine Bilder voll zur Wirkung kommen. Besonders beeindruckt haben mich die Ölbilder vom Lübecker Dom. Alleine vor diesen Bildern hätte ich stundenlang verweilen können.

Noch mehr überrascht hat mich allerdings sein druck grafisches Werk, welches ich zuvor noch nie im Original gesehen habe. Zu sehen sind alleine davon 132 Arbeiten. Anderson arbeitet in der Technik der Farbradierung kombiniert mit Aquatinta, Strichätzung oder Kaltnadel. Der absolute Hammer.

Die Ausstellung läuft nur noch bis zum 8. März und ist eine Reise wert. Wer kann, hinfahren.

Schloss Gottorf Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag 10-16 Uhr

Samstag; Sonntag 10-17Uhr

St. Peter-Ording: Plein Air im Februar

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Foto © 2015, Marc Volquardsen

Eigentlich ist mir der Himmel ja mal wieder zu blau, aber wahrscheinlich könnte es schlimmer sein. (Z.B. wenn der Regen von rechts nach links fällt).

Die großen Wasserflächen auf der Sandbank bieten ein reizvolles Motiv. Ich muss meine Staffelei aber vom Motiv abgewand aufstellen, da sonst die Sonne auf die Leinwand scheinen und es zu starke Reflexionen geben würde. Nicht ideal, aber es geht auch so.

 

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Foto © 2015, Marc Volquardsen

Was der Himmel zu blau ist, machen die Temperaturen mit 3 Grad und Windstärke 5 wieder wett. Auch wenn man es kaum glauben mag, aber da bin ich in meinem Element. Kleidungstechnisch ist das Zwiebelschalen Prinzip angesagt und mir war während der gesamten Zeit pudelwarm.

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Foto © 2015, Marc Volquardsen

Der Spiegel dient nicht zum Checken meines Make ups, sondern um die Proportionen im Bild zu überprüfen.

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Foto © 2015, Marc Volquardsen

 

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Foto © 2015, Marc Volquardsen

 

Ich entwickel immer mehr ein Gespür für diesen Ort und wie ich die Weite der Landschaft in meinen Bildern für die Ausstellung im Juni 2015 umsetzen möchte.

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Kreative Prozesse einer Künstlerin II

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Kreative Prozesse

Foto © 2015, Marc Volquardsen

Kreative Prozesse sind nicht nur inspirierend, sondern müssen unbedingt in gute Arbeitsphasen übergeleitet werden. Gerade, wenn man neue Ufer erobert. An dieser Stelle möchte ich das Buch »Alla Prima II  Everything I know about painting – and More« von dem amerikanischen Maler Richard Schmidt vorstellen. Es geht um die Ölmaltechnik des Alla Prima (wet on wet/ in einer Sitzung) und enthält so viele gute und grundlegende Ratschläge zur Malerei, die sich auf alle Maltechniken anwenden lassen. Gerade die grundlegenden allgemeinen Ratschläge sind es, die dieses Buch so wertvoll machen.

Letzte Woche habe ich ein Bild versaubüddelt und im Grunde genommen hätte ich stutzig werden müssen, als ich mit dem Pinsel immer wieder über die gleiche Stelle ging. Bei der Lektüre von Schmidts Buch wurde mir bewusst, das ich in dem Moment versuchte mir klar zu werden, welchen Pinselstrich ich als nächstes setzen wollte. Schmidt nennt diesen Prozess »licking«, ablutschen. Er gibt detaillierte und gute Hinweise, wie man in solchen Situationen vorgehen kann, statt immer auf der gleichen Stelle rum zu malen: Bei schweren Stellen das Tempo herunterfahren, eine Pause machen und sich genau überlegen, wo und warum nächste Pinselstriche gesetzt werden müssen. Schmidt setzt auf eine methodische Vorgehensweise mit einem konstanten Vergleich vom gesetzten Pinselstrichen auf Genauigkeit was Tonwerte, Form, Farbe, Kanten etc. betrifft. Im Grunde genommen ist mir diese Vorgehensweise vertraut, aber seine Worte bewirken, das ich diese viel konstanter und bewusster umsetzen muss.

Seine Buch »Alla prima II« bezieht sich zwar auf die Ölmalerei, aber die vielen Hinweise sind eine Fundgrube für jeden Künstler, der sich mit Malerei beschäftigt.

Seine Bücher sind nur auf Englisch zu erhalten:

»Alla Prima II: Everything I know about painting – ans More«:  über Northlight Books  oder über seine Website.

Kreative Prozesse einer Künstlerin

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Foto © 2015, Marc Volquardsen

Kreative Prozesse sind inspirierend, befreiend sowie anstrengend und Energie zehrend. Mal fließt alles von selbst zusammen, mal fühle ich mich, als ob ich auf einer Klippe stehe und springen muss. Kreativität entsteht nicht im Vorbeigehen, sondern wie Picasso schon sagte: »Kreativität existiert, aber sie muss dich bei der Arbeit treffen.«

Es gibt ein Vor und Zurück, Unruhe, Unzufriedenheit, nicht endende Denkspiralen. Wie kann ich das, was ich dort sehe und empfinde bildnerisch ausdrücken? Mit welchen Farben und Formaten? In Öl oder doch in Pastell?  Wie sieht meine ganz individuelle Lösung aus, damit ich das Umsetzen kann, was ich möchte? In jeder Ecke des Ateliers liegen Zeugnisse dieses Prozesses.

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Foto © 2015, Marc Volquardsen

Was dieses Stadium im Moment auszeichnet: Die absolute innere Unruhe, ein angespannt sein. Mein Umfeld merkt das natürlich auch und mein Blick ist in solchen Tagen weit in mein Inneres gerichtet. Jedes Auftauchen aus diesem Inneren und das Unterbrechen des kreativen Prozesses ist nicht einfach, aber das Familienleben kann ich ja nicht total ausblenden und sei es, um so etwas profanes wie Essen zu kochen.

Das Atelier wird unordentlich. In dieser Phase hat Vorrang, diesen Prozess nicht zu unterbrechen. Dazu gehört auch das Ertragen, wenn es nicht läuft, mich Selbstzweifel plagen und aus diesem Zustand nicht zu fliehen. Denn am Ende wird es den Durchbruch geben. Das weiß ich zwar mittlerweile aus Erfahrung, aber es macht es trotzdem nicht leichter.

Ich ziehe mich immer mehr zurück und Freunde sorgen sich, dass ich meine Mails nicht beantworte. Meine Familie kennt das inzwischen schon.

Das alles passiert auch vor dem Hintergrund des zeitlichen Drucks. Der Termin für die Ausstellung steht, die Angst schleicht sich manchmal von hinten an, ob ich alles schaffe. Das bedeutet, das der gesamte Arbeitsablauf gut durchgeplant sein muss, auch der Tagesablauf, damit ich genügend Zeit für genau solche Phasen habe. Die letzten zwei Wochen waren von solch einer sehr intensiven Zeit geprägt und nun gilt es, in die etwas ruhigere, aber konzentrierte Arbeitsphase zu gehen.

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Foto © 2015, Marc Volquardsen

Nicht immer ist es so anstrengend. Aber es ist immer so, als ob das Universum anklopft und um Einlass begehrt. Dann gilt es die Türen weit zu öffnen, Ängste und Selbstzweifel zu überwinden und neue Entwicklungen willkommen zu heißen. Das sind dann die Momente, wo ich loslasse und male, male, male. Das habe ich nun so häufig durchgemacht, das ich mir mal eigentlich angewöhnen könnte, nicht so viel zu hinterfragen, sondern einfach Vertrauen in den Prozess zu setzen.

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Foto © 2015, Marc Volquardsen

Wellenrauschen

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Sylt mit seiner Landschaft und Farben sind mir sehr vertraut. Für die Vorbereitung der Ausstellung im Juni bin ich zur Zeit viel in St. Peter Ording und es ist frappierend wie die Küste ein Stückchen weiter südlich so andere Wasserfarben haben kann. In St. Peter ist vieles sehr blau, während es auf Sylt diese fantastischen Grüntöne im Wasser geben kann.

Wellenrauschen

Wellenrauschen, Pastell, 20 × 48 cm
© 2014, Astrid Volquardsen

Das Bild kostet komplett gerahmt mit Museumsglas 950.- Euro. Bei Interesse bitte eine Mail an: a.volquardsen@pastellbilder.de

Plein Air: Transportbox für nasse Ölbilder

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Für meine feuchten Ölbilder habe ich mir aus Foambord eine kleine Transportbox gebastelt. So etwas gibt es auch aus Holz, vor allen Dingen in England und Amerika. Mein Vater hat mir auch eine tolle für größere Keilrahmen gebaut. Aber für die langen Wegstrecken zum Strand sind mir diese zu schwer. Alles soll möglichst leicht sein.
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Foto © 2015, Marc Volquardsen

 

Also habe ich mir als Provisorium eine aus Foambord gebaut und mit Krepp zusammengeklebt. Wie immer halten sich Provisorien besonders lange und werden nicht ersetzt. Diese schleppe ich nun auch schon seit einem Jahr mit mir herum und sie hält noch immer.

 

 

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Foto © 2015, Marc Volquardsen

St. Peter-Ording: Plein Air in Grau mit Schnee

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Meine Synapsen glühen. Mal wieder. Dieses Mal von einer neuen Plein Air session in St. Peter-Ording. So viel Weite, so viel Himmel und so viel Wasser auf dem vorgelagerten Sand. Netterweise lagen auf dem Sand auch noch Schneereste von Samstag. Die Wolken zogen schnell durch und gaben immer mal wieder einen Sonnenstrahl oder einen blauen Fetzen Himmel frei.

 

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Foto © 2015, Marc Volquardsen

 

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Foto © 2015, Marc Volquardsen

 

 

 

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Foto © 2015, Marc Volquardsen

 

Übrigens ist es Zufall (oder vielleicht auch nicht), das Mütze und Schal die Farben der Landschaft wieder spiegeln. Ich mag wohl diese Farbkombination.

 

 

 

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Plein Air Studie, Öl auf Leinwand, 18×24cm,
© 2015, Astrid Volquardsen

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