Skizzen aus London

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Eine Stadt mit dem Skizzenbuch zu erkunden bringt so viel Freude und ich persönlich nehme die Umgebung viel intensiver wahr. Zudem es kommt zu netten Begegnungen.

Ursprünglich wollte ich in die Westminster Abbey, aber diese hatte bereits geschlossen. Als es auch noch anfing zu regnen habe ich Schutz in der Nachbarkirche St. Margarets gefunden. Erst als ich mich dem Altar näherte, merkte ich, dass ich durch Zufall in der Kirche gelandet bin, wo die Kondolenzbücher für Margaret Thatcher auslagen. Ich begann die Leute zu skizzieren, als ich mit einem Mal von einem Wachmann angesprochen wurde.

»Sind Sie am Skizzieren?«
»Äh, ja, irgendwas nicht in Ordnung?«
»Oh nein, alles gut. Ich finde es immer nur so faszinierend. Darf ich es mir am Ende anschauen?«
»Na klar!«

Und so unterhalten wir uns am Ende über das Skizzieren und das Leben im Allgemeinen. Und wie unterschiedlich die Leute vor den Kondolenzbüchern stehen. Die einen in echter Anteilnahme, andere aus purer Neugier und auch ein paar, die kichern und lachen, während sie etwas in die Bücher schreiben.

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ST. Margartes Church, Canson Skizzenbuch, edding und Guoache,
2013 © Astrid Volquardsen

Am nächsten Tag habe ich es zumindest in den Kreuzgang der Westminster Abbey geschafft. Vom Licht durchflutet setze ich mich dort auf eine Bank und lausche dem Orgelspiel und Chorgesang.

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Westminster Abbey, Canson Skizzenbuch, edding und Guoache,
2013 © Astrid Volquardsen

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2 Antworten

  1. Werner Osterrath
    |

    Hallo Frau Volquardsen .
    Man merkt in Kirchen gehen nicht nur traurige Menschen.
    Wahrnehmung mit Skizzenblock, Gehör und Sprache … sich Zeit nehmen ……
    ihre Skizzen entschleunigen uns beim anschauen.
    Einfach Klasse !!!!

    • Astrid
      |

      Danke Herr Osterrath,
      ich zeichne mit dem Stift und Sie mit Worten Bilder.