Beiträge mit Stichwort »Materialkunde«:

Geschichte der Unison Pastelle 2011 IAPS Präsentation

3. Mai 2012 - 20:20

Im Sommer 2011 hat die Geschäftsführerin Kate Hersey auf der IAPS Tagung (International Association of Pastel Societies) einen Vortrag über die Entstehungsgeschichte und Produktion der englischen Unison Pastelle gehalten. Sie berichtet darüber, wie ihr Ehemann und Künstler John Hersey in den 80er Jahren so unzufrieden mit den angebotenen Pastellen war, dass er begann diese selber herzustellen. Die heutige Farbpalette ist inspiriert von der wunderbaren Landschaft Northumberlands. Der Vortrag ist auf Englisch, aber viele Fotos, welche Kate im Vortrag zeigt, sind sehenswert und auch so verständlich. In diesem Vortrag wird verständlich, warum sich die Farbpalette so sehr von den Pastellen der großen Farbhersteller unterscheidet.

Falls das Video im Beitrag nicht automatisch erscheint, bitte folgenden Link nutzen: http://vimeo.com/26973681

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Caran d’Ache Pastel Pencils und Pastel Cubes

24. März 2012 - 12:31

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© Astrid Volquardsen

Pastellmaler benutzen für ihre Malerei Pastelle übergreifend von verschiedenen Herstellern, denn es gibt nicht »die« Sorte oder »den« Pastellstick. Jeder Stick hinterlässt abhängig von der Papiersorte oder von der Untermalung eine andere Spur. Zu beachten ist auch beim Zusammenspiel von Papier und Pastell, wie die Haptik auf den Künstler wirkt und jeder hat gerade in diesem Bereich sehr individuelle Vorlieben.

An dieser Stelle gebe ich einen Einblick, warum ich die Pastel Pencils von Caran d’Ache mag und warum sie meiner Meinung nach eine sehr gute Ergänzung zu den bestehenden Produkten auf dem Markt darstellen.

Meine Malweise entspricht nicht unbedingt der traditionellen Vorgehensweise, da ich auf rauem Papier mit weichen Pastellen starte und erst zum Schluss mit den harten darüber gehe, z.b. für Details. Bei den gängigen Pastellstiften ergab sich für mich immer die Problematik, dass diese nicht genug Pigment abgaben und im Bild verblassten.

Was ich an den Pastel Pencils mag:

  • Trotz Stiftform gute Cremigkeit des Pigments
  • Geben sehr gut das Pigment auf dem Malgrund ab
  • Verwendung sehr guter Pigmente
  • Auch bei mehreren Schichten mit weichen Pastellen gibt der Stift immer noch gut sichtbar Pigment ab.
  • Lassen sich bei Bedarf überraschend gut verreiben
  • Dunkle Pigmente kratzen nicht auf dem Malgrund
  • Die Farbpalette enthält viele gebrochene Farben und nicht nur quietsch bunte. Im aktuellen Sortiment wird es 84 Farben geben, aber Caran d’Ache möchte das Sortiment langsam erweitern. Wir Pastellmaler sind darauf angewiesen, diese gebrochenen Fraben vom Hersteller angeboten zu bekommen, weil wir sie nicht selber mischen können.
  • Die Minen sind überraschend bruchfest. Ich spitze meine Stifte immer mit einem Cutter an und kann dort ich keinen Minenbruch feststellen, wie es durchaus bei anderen Herstellern vorkommt. Wie es bei einem Anspitzer aussieht, kann ich nicht beurteilen.
  • Stifte liegen gut in der Hand.

Ich benutze die Pastel Pencils gerne für Vorzeichnungen bzw. Skizzen bei Aktstudien oder für letzte Details zum Beispiel bei Schiffen in meiner Hamburger Hafen Serie.

Das Sortiment der Pastelpencils ist abgestimmt auf das Sortiment der Pastel Cubes, so dass es zu jedem Cube farblich genau einen passenden Pastel Pencil gibt. Über die Cubes kann ich noch nicht so viel sagen, da ich sie erst langsam in meine Vorgehensweise aufnehme. Auffallend für mich ist dabei ist, dass mir die Cubes aufgrund der Härte eine feine, sehr schwache Dosierung ermöglichen, wenn ich es brauche. Auf der anderes Seite kann ich mit einem kräftigen Auftrag Flächen füllen.

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© Astrid Volquardsen

Die Pastellkünstlerin Susanne Mull malt gerne auch mit Pastellen im harten Segment und verwendet die Cubes. Ihrer Meinung nach haften die Pigmente der Pastel Cubes im Vergleich zu anderen harten Pastellen wesentlich besser auf dem Malgrund. Im Pigmentabrieb erweisen sich nur drei Farbtöne als wesentlich härter als der Rest des Sortiments, der Hauptteil der Cubes ist angenehm weich im Abrieb. Die Mine der Pencils und Cubes haben die gleiche Konzistenz und Farbpalette. Als besonderen Pluspunkt der neuen Pastelllinie sieht sie die Farbpalette. Diese erfasst ein breites Spektrum von mehreren Weißtönen wie Weißgelb, Weißrosa, Weißblau im hellsten Tonwertbereich bis hin zu mehreren Tönen im dunkelsten Tonwertbereich wie Braun, Violett, Grün, Grau bis hin zu Schwarz. Das Sortiment enthält viele gebrochene Farbtöne, sogenannte Greys oder Neutrals, wie Olivgrün, Grauviolett, Erdfarben, Hauttöne. Farbtöne im Gelbbereich, Orange- und Rotbereich sowie Chromoxydgrüntöne, welche man nicht so häufig benutzt, sind in ausreichend kleiner Zahl vorhanden.

Ap April 2012 werden die Pastel Pencils zum Beispiel über boesner bzw. verschiedene boesner Filialen und bei gerstaecker Schweiz zu erwerben sein. In Amerika sind sie bei Dakota pastels erhältlich.

Nachfolgend habe ich auf verschiedenen Papiersorten den Pencil ausprobiert. Bei den Brauntönen handelt es sich um Pencils, der Blauton stammt von einem Cube.

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© Astrid Volquardsen

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© Astrid Volquardsen

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© Astrid Volquardsen

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© Astrid Volquardsen

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© Astrid Volquardsen

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Besuch in der Produktion bei Caran d’Ache / Pastel Pencils

25. Februar 2012 - 22:57

Im letzten Jahr erhielt ich eine Anfrage des Unternehmens Caran d’Ache aus der Schweiz, ob ich ein paar Prototypen ihrer neuen Pastel Pencils Linie testen könnte. Daraus hat sich ein sehr netter Austausch ergeben und führte mich vor Weihnachten mit meiner Malerkollegin Susanne Mull in die Zentrale und Produktion nach Genf.

Wie im Artikel über Pigmente angedeutet, ist die Herstellung von Künstlerfarben ein komplexer Prozess. Durch die Gespräche mit den Mitarbeitern bei Caran d’Ache ist mir erst wieder bewusst geworden, wie viel Mühe und Anstrengungen es kostet ein neues Produkt zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Ich ziehe meinen Hut vor der Expertise der Chemiker und Produktions-Spezialisten. Neben einem enormen Wissen und großen Erfahrungsschatz sind ein »sich niemals zufrieden geben« wohl Voraussetzungen, um sein Ziel zu erreichen. Besonders beeindruckt hat mich das scheinbare endlose Experimentieren, bis die Pastellstifte jene Konsistenz erreichen, wie sie gewünscht wird.

Pigmente haben aufgrund ihres molekularen Aufbaus unterschiedliche Partikelgrößen und Eigenschaften. Für den Hersteller bedeutet dies, dass er nicht einfach 70 Pigmente nimmt, mit Bindemitteln vermischt und durch die Maschinenproduktion jagt. Jedes Pigment reagiert unterschiedlich und jeder Stift hat sein eigenes Rezept und seine eigene Zusammensetzung. Aber die muss ja erstmal gefunden werden und sämtlichen Anforderungen genügen: Lichtechtheit, Farbzusammenstellung des Sortiments, Zufriedenheit und Anspruch der Zielgruppe sowie der Kostenfaktor, um nur einige zu nennen. Hinzu kommt, dass sich nicht alle Pigmente für einen maschinellen Produktionsprozess eignen, weil die Minen dafür zu empfindlich sind. Ich glaube, ich werde in Zukunft mit einer anderen Ehrfurcht vor den Regalen sämtliche Anbieter stehen, die Künstlermaterialien herstellen.

Obwohl wir die gesamte Produktion besichtigt haben, möchte ich mich an dieser Stelle auf die Herstellung der neuen Pastel Pencil Linie konzentrieren.

Zuerst wird das trockene Pigmentgemisch in einem Hochgeschwindigkeitsmixer sozusagen geschleudert (funktioniert wie ein Wäschetrockner), gerade so stark, dass die Pigmentklumpen in ihre kleinsten Teile verfeinert werden, jedoch nicht so stark, dass die Pigmentstruktur zerstört wird. Es werden Bindemittel und destilliertes Wasser hinzugefügt und langsam in einem großen Behälter geknetet.

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© Astrid Volquardsen, 2011

Anschließend wird der Teig in ca. 15 kg schwere Zylinder gepresst, welcher im nächsten Arbeitsschritt zu den eigentlichen Pastellminen verarbeitet wird.

Leider war die Maschine zu diesem Zeitpunkt gerade nicht in Betrieb. Für die Pastellproduktion arbeiten immer zwei Mitarbeiter zusammen. Der eine achtet auf die saubere Führung, während der zweite die Minen in einen Behälter für die weiteren Arbeitsschritte legt.
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© Astrid Volquardsen, 2011

Da die Pastellminen empfindlich reagieren, werden im Behälter nur wenige gelagert und kommen zum Härten in einen Spezialofen. Dabei werden sie nur leicht erhitzt, weil gewisse Pigmente ab bestimmten Temperaturen »oxidieren« und so ihr Aussehen verändern würden. Durch langsame Drehbewegungen werden die Minen gerade, rund und leicht gehärtet.

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© Astrid Volquardsen, 2011

Die Kunst bei den Pastellstiftminen liegt in der ausgewogenen Zusammensetzung von Pigment und Bindemittel. Ziel ist, dass der Teig nur so viel Bindemittel enthält wie nötig, um die typischen Eigenschaften eines Softpastells zu gewährleisten, aber so viel wie nötig, damit die Minen nicht brechen.

Während der Produktion wird sorgfältig darauf geachtet, dass alle Minen gerade sind, keine Schädigungen oder Risse aufweisen. Schadhafte Teile werden sofort aussortiert. Für den nächsten Arbeitsschritt sind homogene Minen notwendig, um in die Vertiefungen auf ein Holzbrett zu passen. In einem automatisierten Prozess erfolgt das Einlegen, Aufkleben einer weiteren Holzplatte und der Zuschnitt in einzelne Stifte.

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© Astrid Volquardsen, 2011

Der nächste Produktionsabschnitt sieht erstmal recht unspektakulär aus: Das Anspitzen der Pastel Pencils. Überrascht war ich von der Vorarbeit, die in das Austüfteln dieses Arbeitsschrittes ging. Mit wenigen Griffen, möglichst effektiv und schonend musste eine Anspitzmethode gefunden und die Maschine dafür entsprechend justiert werden. Beeindruckt hat mich, mit welchen Hingabe und Genauigkeit der Mitarbeiter an dieser Maschine gearbeitet hat.

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© Astrid Volquardsen, 2011

Ich muss hinzufügen, nicht nur an dieser Maschine! Alle Maschinen in diesem Betrieb sind Unikate und werden für die speziellen Produktionsprozesse angepasst. Die Mitarbeiter waren sehr freundlich zu uns, haben uns die Abläufe erklärt, bereitwillig ihre Arbeit gezeigt und unsere Neugierde und Staunen gesehen.

Abschließend erhalten die Stifte in einem Tauchbad die Farbmarkierungen auf dem Endstück sowie den Aufdruck, welcher die Farbnummern aufweist. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mir nie Gedanken gemacht, wie viel Arbeit und Tüftelei in dieses Produktteil geht. Die Farbe des Endstückes soll mit dem eigentlichen Pigment möglichst genau übereinstimmen. Kein Problem könnte man denken, die bereits vorhandene Pigmentmischung wird mit den entsprechenden Bindemitteln für Lacke versetzt. Durch die unterschiedlichen chemischen Bestandteile in den Lacken sind die Chemiker gut beschäftigt die entsprechenden Übereinstimmungen zu finden.

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Pigmente

5. Februar 2012 - 13:50

Pastellherstellung (1)© Marc Volquardsen, 2012

Durch die Beschäftigung mit der Thematik wie sich Pastelle selber herstellen lassen, kommt man unweigerlich zur Auseinandersetzung mit Pigmenten. Zuerst dachte ich noch, dass ich locker vom Hocker eine kurze Zusammenfassung schreibe, was sich jedoch als ein reichlich naiver Gedanke herausstellte. Die Welt der Pigmente und Malkunde ist groß und es hat schon seinen Grund, warum es dicke Bücher darüber gibt. Daher beschränke ich mich auf einen sehr kleinen Ausschnitt, welcher dem Pastellkünstler etwas Hintergrundwissen liefert. Für diejenigen, die sich in die überaus interessante Materie vertiefen wollen, gebe ich ein paar Literaturhinweise am Ende des Beitrags.

Ausgangsstoff für alle Farben ist das Pigment. Dies liegt zunächst nur in Pulverform vor und wird erst durch Beigabe unterschiedlicher Bindemittel (so eine Art Kleber) zur Acryl-, Öl- oder Aquarellfarbe oder zum Pastell. Pigmente lassen sich aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung in zwei Gruppen einteilen: Anorganisch und organische Pigmente. Ein weiterer Schritt unterscheidet nach ihrer Herkunft, ob es sich um künstliche oder natürliche Pigmente handelt. Dabei können sie pflanzlichen, tierischen, mineralischen Ursprungs sein oder in den Labors der Chemiker entstehen.

Organische Pigmente basieren in ihrer molekularen Zusammensetzung auf Kohlenstoffbestandteilen.

  • natürliche: Karmin, Indischgelb,
  • synthetische: Chromgelb, Echtgelb, Phtalo-Cyaningrün,

Anorganische Pigmente sind chemische Verbindungen, die nicht auf Kohlenstoffatomen aufgebaut sind.

  • natürliche: hierzu gehören Erden und Mineralien wie z.B.Umbra und Ocker,
  • synthetische: Eisenoxidrot, Carpuut Mortuum, Marsgelb, Weißpigmente

Da jedes Pigmentkorn eine unterschiedliche Teilchengröße hat, variieren die Eigenschaften von Pigment zu Pigment stark. Jedes Pigment verhält sich anders in Bezug auf Lichtechtheit, Konsistenz, Verarbeitung, Pinselfluss oder bei Pastellen dem Abrieb. Hat man vierzig verschiedene Pigmenthaufen nebeneinander liegen, die mit dem bloßen Auge alle wie farbige Mehlhaufen aussehen, bedeutet dies nicht, dass sich alle gleich gut und einfach verarbeiten lassen. Pip Seymour weist darauf  hin, dass die organisch synthetischen Pigmente wie Heliogen Grün sich nur schwer mit Wasser vermischen lassen und ein zusätzliches Netzmittel benötigen. Andere Pigmente benötigen wiederum mehr Bindemittel, um die Pigmentkörner überhaupt zusammen zu halten.

Pastellherstellung (2)

© Marc Volquardsen, 2012

Beim Vermischen von Titanweiß mit Wasser, nimmt das Pigment zunächst das Wasser schwer auf und verhält sich wie zähes Kaugummi.

Pastellherstellung (3)

© Marc Volquardsen, 2012

Dieses Violett nimmt das Wasser überhaupt nicht an.
Die Pigmentteilchen schwimmen auf einem Wasserfilm.

Pastellherstellung (4)

© Marc Volquardsen, 2012

Ultramarinblau lässt sich leicht zu einer Paste vermischen.

All dies erklärt auch, warum selbst innerhalb einer Marke die Konsistenz der Sticks sehr unterschiedlich ausfallen kann. Aufgrund der oben aufgeführten Punkte eignen sich nicht alle Pigmente gleich gut für einen Herstellungsprozess innerhalb einer Manufaktur. Viele Pastellmaler werden schon festgestellt haben, dass bei Softpastellen Rottöne, insbesondere dunkle, häufig hart und kratzig sind, dazu neigen zu bröseln und zu zerbrechen. Dies hat mit der Eigenschaft des Pigmenten zu tun und nicht mit dem Unvermögen der Hersteller.

Bücher

  • Boesner Katalog 2011/2012, S. 264
  • Finley, Victoria: Das Geheimnis der Farben.
  • Hoppe, Thomas: Malkunde. Grundlagen, Materialien, Techniken. Bonn, Seemann Verlag 2005
  • Myntweiler, Stefan: Farbpigmente, Farbstoffe, Farbgeschichten. 2. überarb. und erweit. Auflage, 2011, zu beziehen über Kremer Pigmente
  • Seymour, Pip: Making Soft Pastels  Using Dry Pigments. London, 1999, S. 12  Mit deutscher Übersetzung zu beziehen über Kremer Pigmente
  • Smith, Ray: Praxisbuch für Künstler. Dorling Kindersley 2009

Websites:

 

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Herstellen von Pastellen

4. Januar 2012 - 7:00

Schon seit längerem beschäftigt mich die Frage nach den Möglichkeiten der eigenen Herstellung von Pastellen. Angeregt durch einen Blogbeitrag des amerikanischen Pastellkünstlers Casey Klahn verwerte ich nun meine vielen kleinen Pastellreste.

Pastellherstellung (1)

© Marc Volquardsen, 2012

Zuerst zerstoße ich die Reste in einem Mörser. Wenn es besonders viele Reste sind, sollte man dies in mehreren Portionen tun, da man sonst die Pigmente nicht ordenlich zerstoßen bekommt und später kleine Farbeinschlüsse im Pastell hat. Der Mörser in diesem Bild hat den Nachteil, dass er durch die poröse Oberfläche das Pigment sehr stark aufnimmt und man ihn nicht mehr gereinigt bekommt. Stattdessen empfehle ich einen Glasmörser kombiniert mit einer Glas- oder Metallschüssel.

Pastellherstellung (2)

© Marc Volquardsen, 2012

Das zerstoßene Pigment schütte ich auf eine Glasplatte. Mit destilliertem Wasser besprühe ich das Pigment und vermische es gründlich mit einem Palettenmesser zu einem Teig. Die Sprühflasche hat den Vorteil, dass man die Wasserzugabe gut dosieren kann, bis man die richtige Konsistenz erhält. Destilliertes Wasser ist notwendig, damit keine Keime in den Pastellteig kommen und diesen möglicherweise mit  Schimmel befallen.

Weitere Zusatzstoffe oder Bindemittel sind nicht nötig, das diese bereits in den Resten enthalten sind.

Während des gesamten Prozesses sollte unbedingt eine Staubmaske getragen werden.

Pastellherstellung (3)

© Marc Volquardsen, 2012

An dieser Stelle könnte man die Teigmasse teilen und stufenweise weißes Pigment  hinzufügen, um hellere Varianten des Farbtones zu erreichen. Zu sehr sollte man sich in die Farbe nicht verlieben, denn genau der Farbton wird sich später nicht mehr nachmischen lassen.

Den Teig kann man mit den Händen zu Pastellen formen. Mein Vater hat mir kleine Kästen gebaut, in die ich den Teig einfülle.

Da das Holz der Kästen den Farbton sehr leicht annimt, habe ich für die verschiedenen Farbtöne jeweils eigene Kästchen.

Pastellherstellung (4)© Marc Volquardsen, 2012

 

Auf diese Weise habe ich bereits 15 neue Pastelle herstellen können.

Nach ca. 1 Tag Trockenzeit lösen sich die Pastellsticks von alleine aus dem Kasten und brauchen nochmal ca. 6 Tage, bis sie vollkommen durchgetrocknet sind:
Pastellherstellung (5)

© Marc Volquardsen, 2012

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Ordnen der Pastellkreiden III

15. August 2011 - 21:51

Pastellablage (2)

© Astrid Volquardsen, 2011

Um die Pastelle in Boxen aufbewahren zu können, habe ich mich für lange Boxen ohne Zwischenwände entschieden, um den Farbverlauf besser verfolgen zu können. Zudem ermöglicht es mir, bestimmte Farbgruppen beieinander zu halten. Bei manchen Farben nehmen sie mehr Platz in Anspruch als bei anderen. Durch die größeren Flächen innerhalb der Boxen kann ich darauf flexibel reagieren.

Sehr gerne wollte ich den Verlauf des Farbkreises aufrechterhalten.

Pastellablage (1)

© Astrid Volquardsen, 2011

Ich musste für zwei Boxen meine Tischfläche verlängern, doch nun passt es.

 

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