Plein Air Sylt: Wenn Wolken stürmen und die See kocht

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Wenn Wolken stürmen und die See kocht,
Öl,24×30cm, Leinwand auf Karton © 2016, Astrid Volquardsen

Die See kocht, das Wasser brodelt und die letzten Winterwinde fegen mit 6Bf über den Strand. Regenschauer und Sonne wechseln sich in einem atemberaubenden Tempo ab.
Das ist mein Lieblingswetter.
Dieses Mal waren es tatsächlich die vielen Regenschauer, die es zur Herausforderung machten. Ein Regenschirm, der die Leinwand schützen sollte, hat sich vorher nach allen Regeln der Kunst zerlegt und meine Palette war mit Wasser durchtränkt. Dies macht das Malen ein wenig zäher. Der Vorteil von Regen ist der nasse Strand, so dass die Sandmassen einem nicht um das Gesicht und auf das Bild fegen. Die Brandung macht einen ohrenbetäubenden Lärm und knallt mit voller Wucht auf den Strand. Wer den Weststrand bei List kennt, weiß, dass es hier die schönsten Wellen gibt.

Astrid Volquardsen Plein Air auf Sylt
Foto: © Marc Volquardsen

Auf meinem Lippen konnte ich das Salz schmecken und in meinen Augen brannte es noch zwei Tage später. Viele treiben sich an diesem Tag nicht unten am Wasser herum. Die es tun, haben die gleiche Begeisterung und das Leuchten in den Augen wie ich.

Ein besseres Foto folgt demnächst.

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3 Antworten

  1. Werner Osterrath
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    ..du hälst eine Ewigkeit in den Händen….
    das Salz kann man auswaschen….
    deine Palette trocknet wieder ….
    die Wolken ziehen weiter und regnen sich ab….
    aber das schöne Bild bleibt
    Viele Grüße sendet dir Werner

  2. Claudia
    |

    Liebe Astrid,
    immer öfters fällt mir beim betrachten deiner Bilder der Text meines absoluten Lieblingsliedes von Reinhard Mey ein!

    Das Meer…..

    ….teibt der Wind trock’ne Algen und Schaum vor sich her.
    Es ist da, das gewaltige, ewige Meer.
    Auf hellem Türkis tanzen glitzernde Lichter,
    Auf teerschwarzer Brandung weiß schäumende Wut.
    Es hat tausend Farben und tausend Gesichter,
    I’m ewigen Wechsel von Ebbe und Flut.

    • Astrid
      |

      Es beeindruckt mich immer wieder, wie Musiker, Schriftsteller, Lyriker das Optische in treffende Worte packen können. Danke.