Beiträge mit Stichwort »Skizzen«:

Skizzen aus London

20. April 2013 - 20:05

Eine Stadt mit dem Skizzenbuch zu erkunden bringt so viel Freude und ich persönlich nehme die Umgebung viel intensiver wahr. Zudem es kommt zu netten Begegnungen.

Ursprünglich wollte ich in die Westminster Abbey, aber diese hatte bereits geschlossen. Als es auch noch anfing zu regnen habe ich Schutz in der Nachbarkirche St. Margarets gefunden. Erst als ich mich dem Altar näherte, merkte ich, dass ich durch Zufall in der Kirche gelandet bin, wo die Kondolenzbücher für Margaret Thatcher auslagen. Ich begann die Leute zu skizzieren, als ich mit einem Mal von einem Wachmann angesprochen wurde.

»Sind Sie am Skizzieren?«
»Äh, ja, irgendwas nicht in Ordnung?«
»Oh nein, alles gut. Ich finde es immer nur so faszinierend. Darf ich es mir am Ende anschauen?«
»Na klar!«

Und so unterhalten wir uns am Ende über das Skizzieren und das Leben im Allgemeinen. Und wie unterschiedlich die Leute vor den Kondolenzbüchern stehen. Die einen in echter Anteilnahme, andere aus purer Neugier und auch ein paar, die kichern und lachen, während sie etwas in die Bücher schreiben.

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ST. Margartes Church, Canson Skizzenbuch, edding und Guoache,
2013 © Astrid Volquardsen

Am nächsten Tag habe ich es zumindest in den Kreuzgang der Westminster Abbey geschafft. Vom Licht durchflutet setze ich mich dort auf eine Bank und lausche dem Orgelspiel und Chorgesang.

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Westminster Abbey, Canson Skizzenbuch, edding und Guoache,
2013 © Astrid Volquardsen

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Eiskalte Füße oder Filmarbeit im Hafen

27. Januar 2013 - 9:03

Letztes Jahr entstand die Idee ein Video über mich und meine Arbeit selber zu drehen. Klingt super, die Umsetzung jedoch ist manchmal gar nicht so einfach. Nachdem wir im Herbst schon auf Sylt einige Sequenzen festgehalten hatten, waren wir gestern im Hamburger Hafen und drehten den Anfang für den Beitrag. Es war dermaßen kalt mit -9 Grad und schnittigem Ostwind, dass mir zum Teil die Gehirnwinde eingerforen sind. Von den Füßen mal abgesehen. Im folgenden Video sind ein paar Outtakes zu sehen und der endgültige Zusammenschnitt wird Ende Februar online gestellt.

Zwischendrin suchten wir Schutz im Lokal Watergate an den Landungsbrücken, wie so viele an diesem Tag und wärmten uns bei einer Tasse Schokolade. Von dort hat man einen super Blick direkt auf die Docks von Blohm & Voss.

Dock 10

Fineliner und Guache, © Astrid Volquardsen 2013

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Gouache Skizzen von Wolken

13. Januar 2013 - 17:43

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In leere Aquarellnäpfchen habe ich Guoache aus der Tube gefüllt.
© Astrid Volquardsen 2013

Wenn ich an der Küste unterwegs bin, halte ich gerne Wolkenformationen mit schnellen Skizzen fest. Im Herbst habe ich für mich die Kombination aus Bleistift und Gouache wieder entdeckt. Mit Bleistift halte ich die Formen schnell fest, mit Gouache die Tonwerte. Wenn die Gouache noch feucht ist, hat es genau die Helligkeiten/Dunkelheiten, wie  ich es möchte. Nach dem Trocknen sind die Skizzen erheblich aufgehellt. Das Wesentliche ist für mich jedoch das Spielen mit Formen und Formaten und die direkte Beobachtung.

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Gouache-, Bleistiftskizze im Aquarellskizzenbuch.
© Astrid Volquardsen 2013

Manchmal gehe ich später mit der Gouache noch drüber und konzentriere mich auf die Tonwerte. Das beispiel unten zeigt einen anderen Strandabschnitt.

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Gouache-, Bleistiftskizze im Aquarellskizzenbuch.
© Astrid Volquardsen, 2013

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Museumshafen Oevelgönne

12. September 2012 - 19:30

Museumshafen Oevelgönne

Skizzenbuch © Astrid Volquardsen 2012

Im Museumshafen Oevelgönne treffen Alt und Neu im Blickwinkel aufeinander. Im Vordergrund liegen die Traditionssegler, während am gegenüberliegeneden Elbufer die Containerschiffe am Burckardkai entladen werden.

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Madeira – Arco da Calheta

2. September 2012 - 17:58

Arco da Calheta

Altes Bauernhaus, Skizze, 2012

Meine Umgebung zu skizzieren hat einen Aspekt in mein Leben gebracht, mit dem ich anfangs nie gerechnet hatte: Der Kontakt zu den Menschen, die in dieser Umgebung leben. Natürlich sind die Leute neugierig, was ich mache. Früher tat ich mich manchmal schwer, meine Skizzen zu zeigen. Sicher auch, weil es in meinen Augen keine so gelungenen Zeichnungen waren. Im Laufe der Zeit habe ich jedoch eine erstaunliche Erfahrung gemacht: Das ist für die Leute überhaupt nicht wichtig! Sie sind neugierig darauf, wie ich ihre Umwelt mit meinen Augen sehe und erfreuen sich an Details oder Dingen, die ich übernehme. Durch diese Begebenheiten habe ich schon so viele nette Menschen kennengelernt. Hätte ich nur ein Foto gemacht, wären wir uns nie begegnet. Es hat mein Leben so sehr bereichert und ich möchte das nicht mehr missen.

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© Marc Volquardsen 2012

Als Basis für unsere Touren haben wir den Ort Arco da Calhetha gewählt, welches noch stark durch das bäuerliche Leben geprägt ist. Unser Ferienhaus lag an einer dieser alten, engen Gassen, umgeben von Feldern auf denen Lauch und Gemüse angepflanzt wurde. Dieser Ort ist weit davon entfernt eine touristische Hochburg zu sein.

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© Marc Volquardsen 2012

Unsere unmittelbaren Nachbarn waren Bauern und durch die Sprachbarrieren konnten wir uns nicht wirklich unterhalten, aber wenn ich mich in den Ort setzte und skizzierte, blieben sie freundlich stehen, drückten ihr Wohlfallen aus und holten auch schon mal den Nachbarn.

An einem unserer letzten Abende kam ein älteres Paar die Straße heraufgeschlichen (es ist ziemlich steil dort) und machte nicht weit entfernt von mir Pause. Wir kamen ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass sie aus Deutschland kamen und sich ein altes Haus gekauft hatten, welches sie sanierten. Wir wurden eingeladen und konnten so über eines dieser ursprünglichen Häuser und seinen Traditionen und Geschichten viel Interessantes erfahren. Dort auf ihrer Terrasse zu sitzen, unter alten Weinreben mit Blick auf den Atlantik, die Stunden flogen so nur dahin.

 

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Madeira – Löwenzahnbaum

22. August 2012 - 20:01

Am Ende einer Wanderung kommen wir entspannt die Straße entlang und ich denke ich sehe nicht richtig: Ein großer Löwenzahnbaum! Der wahrgewordene Alptraum eines jeden Gärtners.

Löwenzahnbaum

© Astrid Volquardsen 2012

Eigentlich handelt es sich um eine Gänsedistel, die bis zu 2,50 Meter groß werden kann. Wie auch immer der Name ist, ich möchte das Ding nicht in meinem Garten haben.

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© Marc Volquardsen 2012

Auf einer anderen Wanderung entdeckten wir ein Exemplar dessen Blätter so lang wie mein Arm waren. Des Gärtners Horror, des Karnickels Traum.

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© Marc Volquardsen 2012

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