Beiträge mit Stichwort »Plein Air«:

Plein Air Malen in Skagens Hafen

3. November 2012 - 18:36

September: Skagen hat einen recht großen Hafen und was mir hier besonders gefällt ist das Nebeneinander von Fischereischiffen, Werften und Segelbooten. Läuft man weiter ins Hafengelände herein hat man einen schönen Blick auf den Fischereibereich. Zwischen Schiffsbug und Container baue ich die Staffelei auf und beginne mit dem Skizzieren und Malen.

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2012 © Astrid Volquardsen

 

Um mich herum schneiden Werftmitarbeiter Kabel zu, werfen ab und zu einen Blick auf mein Pastellbild und gehen sonst stillschweigend ihrer Arbeit nach. Eine total schöne Arbeitsathmosphäre.

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2012 © Astrid Volquardsen

Leider gibt es einen kräftigen Schauer zwischendurch und wenn ich auch meine Pastellstudie erst retten konnte. Dummerweise musste ich die Erfahrung machen, dass man unbedingt nach einem Regenschauer nach oben schauen sollte, wenn man danach weitermalt. Leider klatschten mir dann drei Tropfen von einer Lampe auf mein Bild. Aus  Reflex habe ich versucht die Flecken schnell zu verwischen, aber es war zu viel Feuchtigkeit aufs Senni Papier gekommen, so dass ich die Oberfläche abgewischt hatte. Besser wäre gewesen, alles trocknen zu lassen und später mit Pastell abzudecken.

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2012 © Astrid Volquardsen

Plein Air in Skagens Hafen
Plein Air in Skagens Hafen, 21×13cm, 2012 © Astrid Volquardsen

Nun gut, es ist trotzdem eine schöne Studie geworden und hat für mich von der Stimmung viel eingefangen.

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Plein Air am Strand von Esbøjrns Klit

3. Oktober 2012 - 17:41

Laut dem amerikanischen Künstler Brian Stewart ist das Ziel der Plein Air Malerei  am Ende Bilder zu malen, die nicht so sehr nach Natur aussehen, aber sich so anfühlen. Ein wunderschönes Ziel und genau deshalb ist es so wichtig da draußen zu sein. Für mich im Vordergrund steht nicht so sehr  das fertige Bild, sondern die Beobachtung und da draußen stürmten (wortwörtlich) so viele Eindrücke auf meine Wahrnehmung ein, das es eine echte Herausforderung war. Man kämpft mit den Elementen und Pastell ist vielleicht nicht immer das ideale Medium, um bei solchen Verhältnissen draussen zu malen.  Meistens löst es bei mir ein großes Glücksgefühl aus, der Witterung  so unmittelbar ausgeliefert zu sein. Es läßt mich die Schnelllebigkeit am Himmel stärker erleben, Wind, Sonne,  Sand und  Gischt spüren, DAS LICHT wahrnehmen: Alles, was diese Landschaft ausmacht. In solchen Augenblicken liegt für mich der Schwerpunkt im Erspüren und Wahrnehmen der Szenerie, das Sehen lernen. Wen kümmerts, wenn die Skizze nicht perfekt ist.

Zu diesem Zeitpunkt herrschte in Skagen konstant eine Windgeschwindigkeit zwischen 6-8 Windstärken, die Sand und Gischt durch die Luft wirbeln ließ. Die hohe Luftfeuchtigkeit setzte den Pastellen und dem Malgrund zu, gerade dann, wenn ich sehr nahe am Wasser gemalt habe. Der Vorteil dort ist wiederum, dass die Sandkörner einem nicht um die Ohren fliegen. Dann gilt es, lieber kleinere und mehrere Skizzen umzusetzen.

Dünenstudie

Studie 23×6 cm, 2012,© Astrid Volquardsen

Anbei eine Studie von einem Dünenauschnitt. Himmel und Wasser habe ich bewusst nicht ausformuliert, da es mir nur um den Formen- und Schattenverlauf  ging. Während des Malprozesses hatte ich Schwierigkeiten  das Dünengras umzusetzen, weil mir die entsprechende Farbe im richtigen Tonwert fehlte.  Das ist manchmal das doofe bei den Pastellen, aber wenn man die Farben nicht mitdabei hat, so analysiert man trotzdem wesentlich genauer das Motiv und weiß was dort hingehören sollte. Im Grunde genommen hätte ich einen anderen Farbton nehmen müssen, der aber im Tonwert stimmt.

Macht nichts, denn das Glücksgefühl dort in der Landschaft war überwältigend.

Im nächsten Blogbeitrag werde ich über meine Ausrüstung berichten.

 

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Im Dünenland

19. September 2012 - 14:32

Dänemark hat noch diese wunderbare, wilde Dünenlandschaft, wo nicht alles durch Bepflanzungen und Küstenschutz gesichert ist. So wechseln sich auch Dünenhafer und große Sandflächen ab und ergeben wunderbare Formationen.

Um zu unserem neuen Malspot zu gelangen, mußten wir am Dienstag etwas weiter durch ein Waldgebiet und den Dünengürtel laufen, bis wir endlich am Wasser angekommen waren. Aber welche Belohnung uns dort in dieser Natur erwartete. Obwohl wir uns auf das nötigste Material beschränkt hatten, taten abends die Schultern vom Schleppen weh.

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Um die leichte Staffelei vor dem wegfliegen zu hindern, ist der rote Leinensack mit Sand sehr, sehr wichtig. Durch die ständig wechselnden Lichtverhältnisse muss man sich ziemlich mit den Skizzen beeilen. Für die Motive im Atelier ist diese Stimmung nun in mein Gedächnis gebrannt. Lebensglück.

Alles weitere Mittwoch in einer Woche. Die Zeit und das Licht sind so intensiv, dass ich nicht zum Schreiben komme.

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Nach dem Sturm

18. September 2012 - 20:29

Nach dem Sturm
Nach dem Sturm, 18×23cm, 2012
© Astrid Volquardsen

Hier ist die überabeitete Skizze vom letzten Blogbeitrag.

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Plein Air an Skagens Küste

16. September 2012 - 19:38

Momentan befinde ich mich an Skagens Küste zum PLein Air Malen. Gestern empfing uns ein Sturm mit brodelndem Wasser gepaart mit Windstärke 7 bis 8. Zu schön. Heute war es wesentlich ruhiger, auch wenn es noch immer ziemlich windig gewesen ist. Die Minimal Ausrüstung für den Strand musste reichen, ein Büdel mit Sand an der Staffelei sorgt für die nötige Standhaftigkeit.

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© Astrid Volquardsen 2012

Wichtig bei diesen Windgeschwindigkeiten ist es, sich für einen Wolkenaufbau zu entscheiden und möglichst dabei zu bleiben und nicht immer wieder zu versuchen, die wechselnden Lichtverhältnisse mit einzubringen.

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© Astrid Volquardsen 2012

Irgenwann hatte sich die Lichtsituation so verändert, dass es keinen Sinn mehr gemacht hat, diese Vort Ort zu beenden. Das werde ich heute Abend im Studio machen.

Was man beim Plein Air Malen nicht machen sollte: Vor lauter Euphorie sein Sortiment vom Hocker hauen!

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© Astrid Volquardsen 2012

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Madeira – Plein Air am Pico do Aieiro

26. August 2012 - 18:38

Auf Madeira nutze ich an einem Tag, dass man mit dem Auto bequem den zweithöchsten Gipfel Madeiras erreichen kann. Mit dabei ist meine Plein Air Ausrüstung. Was für eine grandiose Bergwelt. Pünktlich zur blauen Stunde und zum Sonnenaufgang bin ich alleine am Berggipfel auf 1800 Metern Höhe. Es ist erstaunlich warm, selbst schon so früh am Morgen. Es weht nur ein leichter Wind, Schwalben jagen unter mir Insekten und dicke Hummeln brummseln um mich und meine Pastelle.

Plein Air am Pico do Aieiro (I)

© Astrid Volquardsen 2012

Plein Air am Pico do Aieiro (I)

© Pastellstudie, 39×21 cm, Astrid Volquardsen 2012

Für eine Stunde lang genieße ich die Ruhe und vergesse meine Umgebung total, bis weitere Wanderer auftauchen. Um 9.30 spucken Ausflugsbusse Menschenmassen aus und ich traue meinen Ohren nicht: Süßes Panflötengeraspel säuselt »Memories« aus dem Musical Cats  in die Bergwelt. Ein Ableger der Andenmusiker hat seine Anlage samt Verstärker aufgebaut und beschallt die Touristen, ob sie nun wollen oder nicht. Der Zauber des Morgens ist dahin, aber zum Glück hatte ich mein Bild soweit fertig.

Ich fliehe auf die andere Seite des Berges und male den Blick ins Tal.

Zu dieser Tageszeit verändert das Licht schnell die Landschaft und daher gilt hier im besonderen Maße: Formen und Tonwerte reduzieren, alles einfach halten und Anfangs auf Details verzichten.

Plein Air am Pico do Aieiro (II)

© Astrid Volquardsen 2012

Plein Air am Pico do Aieiro (II)

© Pastellstudie, 30×17 cm, Astrid Volquardsen 2012

Dieser Vormittag zählt zu den wirklich schönen Plein Air Momenten, wo (fast) alles stimmte.

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