Beiträge mit Stichwort »Nordlichter«:

Föhr

16. November 2008 - 20:53

Rückblick: Föhr, Sommer 2008

Bei meinem absolutem Lieblingsort auf Föhr handelt es sich um den Strandabschnitt zwischen Utersum und Witsum. Seit unserer ersten Reise nach Föhr vor ein paar Jahren, hat es mir dieser Abschnitt besonders angetan.

Südlich von Hedehusum baue ich gerne meine Staffelei auf.
Wendet sich der Betrachter nach Osten, blickt er über die Godelniederung sowie auf das Kliff von Hedehusum und dahinter auf die Ausläufer des Strandabschnittes von Goting. Je nach Wetterlage tauchen dort am Horizont die Halligen auf.
Im Westen zeigt sich Wittdün auf Amrum am Horizont und nur scheinbar einen Sprung entfernt, heben sich die Dünen der Amrumer Odde ab. Oder auch nicht. Bei schlechter Wetterlage ist im Dunst und Regen nichts zu erkennen.
Auffallend sind die Farben des hier schnell trocken fallenden Watts. Es entsteht ein toller grün, braun, silberner Farbton, den ich so woanders noch nicht wahrgenommen habe.

Diesen Sommer haben sich Licht-und Wolkenspiel von ihrer Schokoladenseite gezeigt und meine Seele zum Schwingen gebracht. Voller Vorfreude fiel zu diesem Zeitpunkt endgültig die Entscheidung, erneut eine Ausstellung auf Föhr durchzuführen.

Hier arbeite ich an einem Bild, auf dem ich den Blick nach Amrum festhalte.

Dieses Mal wird der Schwerpunkt nicht allein auf Föhr liegen, sondern die Inseln Amrum, Sylt sowie die Halligen mit einbeziehen:

»Hallig- und Inselwelten«
23. Mai bis 14. Juni 2009
in Wyk auf Föhr
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Gewitterstimmung

9. November 2008 - 19:04

Rückblick: Amrum, September 2008

Durch die milde, warme Luft und die hereinströmende Kaltfront entstehen Gewitter mit sehr beeindruckenden Wolkenformationen. Leider ist ein Aufenthalt auf dem weitläufigen Kniepsand bei Gewitter nicht ratsam und so muss ich mich mit dem Blick aus dem Dachgaubenfenster begnügen.
Stundenlang verfolge ich die Wolkenberge und unterschiedlichen Farbstimmungen vom Fenster aus. Dabei fällt mir ein besonderes giftiges, kaltes Gelb auf, das sich in den Wolken zeigt. In verschiedenen Farbstudien versuche ich die Farbgebung festzuhalten.

Gegen Abend gibt es eine Regenpause und der Strand bei Norddorf wird in eine Stimmung getaucht, in der die warmen Farben fließend ineinander überlaufen. Perfekt für meine Wischtechnik.

Gewitter am Kniepsand, 2008, Pastellkreide, 12×34cm
© Astrid Volquardsen

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Amrum: Die Weite der Landschaft

26. Oktober 2008 - 17:39

Weites Land I, 2008, Pastellkreide, 30×30 cm
© Astrid Volquardsen

Das Material von Amrum liegt um mich herum verteilt. Wie kann ich nur die Weite dieser Landschaft einfangen, die ich auf Amrum noch stärker empfunden habe als auf Föhr oder Sylt?
Meine beiden Lieblingsformate, können dieses Gefühl nicht transportieren. Dies ist künstlerisch immer wieder eine Herausforderung: Welches Format?

Es kristallisiert sich heraus, dass ich für die Ausstellung mein Konzept anpassen muss. Ursprünglich wollte ich pro Insel eine ungefähr gleiche Anzahl an Formaten benutzen. Dies wird so nicht machbar sein, denn vorrangig geht es immer um die bestmögliche Umsetzung des Motivs.

Auf Amrum sind es neben der Weite des Kniepsandes die Wolken, die mir sofort ins Auge springen. Ganz anders Sylt, wo mich die starke Brandung am Weststrand fasziniert, und auch anders als Föhr, das sich durch sein Zusammenspiel des Wattes mit dem grünem Küstenverlauf auszeichnet.

Schwierig ist auch die Darstellung des Windes, der einen großen Einfluss auf das persönliche Erleben hat und ein typisches Merkmal für diese Landschaft ist.
Der Amrumer Küstenabschnitt beim Quermarkenfeuer hat sich im September in meine Erinnerung »gestürmt«: Bei Windstärke 7, in Böen 9 aus Südwest, pfiff der Wind zusammen mit dem Sand mir nur so um die Ohren.
Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, die Wasserkante vor dem Quermarkenfeuer zu erreichen, während der Wind über die Weite des Kniepsandes an Stärke zunahm. Der Sand flog wie in Nebelschwaden über den Boden, weit und breit war keine Menschenseele zu sehen. Ein Gefühl der Euphorie durchzog mich: Hier wirkt der Mensch so klein!

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Überfahrt nach Amrum

6. Oktober 2008 - 19:27

Rückblick, 1. September 2008.

Für ein paar Tage fahre ich nach Amrum, um Bildmaterial für meine Ausstellung im Mai 2009 auf Föhr zu sammeln. Bei der Überfahrt frage ich mich, wie die Halligen zu sehen sein werden. Diese kleinen Eilande sind das Erste, was der Betrachter auf der Fähre von der Insel- und Halligwelt zu sehen bekommt. Heute, bei Sturm und Gewitter, versinken sie im Dunst und im Gegenlicht glitzert für kurze Momente das Wasser auf.

Für Anfang September empfinde ich das Wetter als sehr stürmisch, aber mit 18 Grad ist die Luft noch angenehm mild. Zu diesem Zeitpunkt ahne ich noch nicht, das mir der Wind in den nächsten Tagen tolle Momente für mein Künstlerauge, aber gleichzeitig großen Frust bescheren wird.

Nur die Mutigen sind heute auf dem Oberdeck anzutreffen, der Rest tummelt sich bei Kartoffelsuppe und Würstchen unter Deck. Während der Überfahrt scheint der Wind aufzufrischen und an Stärke zu zulegen.

Der böige Wind bläst immer wieder neue Lücken in die Wolken und bringt im Minutentakt eine neue Lichtsituation.


Während wir uns Föhr für einen Zwischenstopp nähern, treten die Halligen aus dem Dunst hervor. Silberne Wasserstreifen glänzen kalt im Gegenlicht, während das Wasser nach Osten hin diese spezielle grüne Farbe annimmt.

Farbstudie, 8×23 cm,
© Astrid Volquardsen
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Aus meiner Arbeit

23. September 2008 - 23:12
Brandung, 2008, Pastellkreide, 12×34cm
© Astrid Volquardsen
Privatsammlung
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Die Galerie Kunst.Stil ist eröffnet

22. September 2008 - 19:31

Eine Vernissage ist doch etwas wirklich tolles. Es bereitet mir immer Spass, so viele neue interessante Leute kennen zu lernen, alte Bekannte mal wieder zu treffen oder zu Internetkontakten das Gesicht pesönlich zu sehen. All das durfte ich bei der Galerieeröffnung wieder erleben. An dieser Stelle vielen Dank an die Besucher, mit denen ich geschnackt (für »Nicht-Norddeutsche«: unterhalten) habe.

Zu den interessanten und sehr sympathischen Gesprächspartnern gehörte auch Patrick Broecker, der ab dem 1. Oktober die künstlerische Leitung der Galerie übernehmen wird. Eine Künstlerseele durch und durch. Wer mehr über ihn und seine Arbeit erfahren möchte: www.patrick-broecker.de.

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