Zur Abwechslung mal wieder ein quadratisches Format.
Privatsammlung
Zur Abwechslung mal wieder ein quadratisches Format.
In einem früheren Blog-Beitrag vom November habe ich über meinen Lieblingsort auf Föhr berichtet.
Die letzte Woche beschäftigte ich mich im Atelier mit der bildnerischen Umsetzung meiner Skizzen.
Da die Bildgröße im Blog nicht alle Details wiederzugeben vermag, habe ich zwei Bildausschnitte beigefügt:
Ausschnitt aus Kliff bei Hedehusum
Rückblick: Föhr, Sommer 2008
Bei meinem absolutem Lieblingsort auf Föhr handelt es sich um den Strandabschnitt zwischen Utersum und Witsum. Seit unserer ersten Reise nach Föhr vor ein paar Jahren, hat es mir dieser Abschnitt besonders angetan.
Südlich von Hedehusum baue ich gerne meine Staffelei auf.
Wendet sich der Betrachter nach Osten, blickt er über die Godelniederung sowie auf das Kliff von Hedehusum und dahinter auf die Ausläufer des Strandabschnittes von Goting. Je nach Wetterlage tauchen dort am Horizont die Halligen auf.
Im Westen zeigt sich Wittdün auf Amrum am Horizont und nur scheinbar einen Sprung entfernt, heben sich die Dünen der Amrumer Odde ab. Oder auch nicht. Bei schlechter Wetterlage ist im Dunst und Regen nichts zu erkennen.
Auffallend sind die Farben des hier schnell trocken fallenden Watts. Es entsteht ein toller grün, braun, silberner Farbton, den ich so woanders noch nicht wahrgenommen habe.
Diesen Sommer haben sich Licht-und Wolkenspiel von ihrer Schokoladenseite gezeigt und meine Seele zum Schwingen gebracht. Voller Vorfreude fiel zu diesem Zeitpunkt endgültig die Entscheidung, erneut eine Ausstellung auf Föhr durchzuführen.
Hier arbeite ich an einem Bild, auf dem ich den Blick nach Amrum festhalte.
Dieses Mal wird der Schwerpunkt nicht allein auf Föhr liegen, sondern die Inseln Amrum, Sylt sowie die Halligen mit einbeziehen:
Der Wechsel der Gezeiten ist ein wesentliches Merkmal der nordfriesischen Küste. Das trockenfallende Watt bietet immer wieder neue Eindrücke, da Gezeiten und die Lichtverhältnisse einem ständigen Wechsel unterliegen.
Um einen anderen Blickwinkel in die Weite der nordfrisischen Küstenlandschaft zu bekommen, bietet sich eine Wattwanderung an. Im Juli machten wir uns morgens bei leichtem Ostwind und strahlend blauen Himmel auf den Weg von Föhr zur Nachbarinsel Amrum.
Mein Malerauge findet blauen Himmel nicht unbedingt reizvoll, doch die Küste von Sylt taucht im blauen Dunst auf und ziemlich klar zeichnen sich die Dünenspitzen Amrums ab. Der braune Wattboden mit seinen Rippelstrukturen bietet einen interessanten Farbkontrast. Wie gerne würde ich hier meine Staffelei aufbauen und die Eindrücke festhalten. Meine Sinne sind aufs höchste aktiviert und im Skizzenbuch halte ich Blickwinkel und Ideen fest. Schon jetzt freue ich mich auf die Pastellbilder, die entstehen werden.
Nach einer ca. 8 km langen Tour müssen wir kurz vor Amrum den Priel »Mittelloch« durchqueren. In den letzten Jahren hat er sich vertieft, so dass Badehosen und -anzüge zum Einsatz kommen. Beeindruckend welche Kraft das ablaufende Wasser besitzt! Unser sachkundiger Führer Walter Lehmann hat noch einen flotten Schnack parat: „Ich gehe als Erster durch den Priel. Wenn meine Mütze plötzlich oben auf dem Wasser schwimmt, wissen sie, dass die Kleineren unter ihnen sich weiter rechts halten müssen.”
Als Landratten kann man die Kraft des Wassers und die Wetterverhältnisse an der See schnell falsch einschätzen, deshalb sollten Wattwanderungen immer unter sachkundiger Führung unternommen werden.
Über Tourenvorschläge von Leserseite würde ich mich sehr freuen. Ich stelle diese gern auf diesem Blog weiteren Lesern zur Verfügung – oder nutzen sie einfach die Kommentar-Funktion unter diesem Artikel, um direkt eine Vorschlag zu schreiben.
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