Beiträge mit Stichwort »Amrum«:

Aus meiner Arbeit: Amrum

17. Mai 2009 - 8:43
Abendlicht, 2009, Pastell, 25×78 cm
© Astrid Volquardsen
Privatsammlung
Gedanklich befinde ich mich schon an der nordfriesischen Küste.
Vielleicht gibt es dann auch wieder dieses schöne Abendlicht, wie ich es letztes Jahr auf Amrum genießen durfte.
Der Strandabschnitt auf dem Bild befindet sich bei Norddorf. Im Hochsommer stapeln sich hier die Strandkörbe, aber Anfang September war Ruhe eingekehrt.
Dort hat es mir so gut gefallen, weil sich der Kniepsand verengt und einen anderen Blick auf die Dünen zulässt. Dieses Motiv ergibt die schöne Kombination aus Wasser, Strand und Düne.
Typisch für Amrum sind die vielen Fahnenstangen und Unterschlüpfe, die aus Strandgut gebaut werden. Manches Mal findet man diese Unterschlüpfe auch in den Vordünen am Kniepsand. In der Herbstzeit, wenn man auf langen Spaziergängen dem Wind ausgesetzt ist, bieten Sie für eine kurze Pause Windschutz.
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Amrum

19. April 2009 - 11:44
Amrum, 2009, Pastellkreide, 12×34cm
© Astrid Volquardsen

Amrum steht nicht nur für den breiten Kniepsand, sondern auch für eine weitläufige Dünenlandschaft. Einige der Dünen erreichen bis zu 30Meter Höhe.
Mir persönlich gefallen die Runddünen besonders, in deren Mitte durch Winderosionen der Sand fortgetragen wird und diese schönen Kulen entstehen. Ich hätte immer nur Lust dort Barfuß hinein zu laufen. Leider ist das aus Küstenschutzgründen nicht mehr überall möglich.
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Gewitterstimmung

9. November 2008 - 19:04

Rückblick: Amrum, September 2008

Durch die milde, warme Luft und die hereinströmende Kaltfront entstehen Gewitter mit sehr beeindruckenden Wolkenformationen. Leider ist ein Aufenthalt auf dem weitläufigen Kniepsand bei Gewitter nicht ratsam und so muss ich mich mit dem Blick aus dem Dachgaubenfenster begnügen.
Stundenlang verfolge ich die Wolkenberge und unterschiedlichen Farbstimmungen vom Fenster aus. Dabei fällt mir ein besonderes giftiges, kaltes Gelb auf, das sich in den Wolken zeigt. In verschiedenen Farbstudien versuche ich die Farbgebung festzuhalten.

Gegen Abend gibt es eine Regenpause und der Strand bei Norddorf wird in eine Stimmung getaucht, in der die warmen Farben fließend ineinander überlaufen. Perfekt für meine Wischtechnik.

Gewitter am Kniepsand, 2008, Pastellkreide, 12×34cm
© Astrid Volquardsen

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Amrum: Die Weite der Landschaft

26. Oktober 2008 - 17:39

Weites Land I, 2008, Pastellkreide, 30×30 cm
© Astrid Volquardsen

Das Material von Amrum liegt um mich herum verteilt. Wie kann ich nur die Weite dieser Landschaft einfangen, die ich auf Amrum noch stärker empfunden habe als auf Föhr oder Sylt?
Meine beiden Lieblingsformate, können dieses Gefühl nicht transportieren. Dies ist künstlerisch immer wieder eine Herausforderung: Welches Format?

Es kristallisiert sich heraus, dass ich für die Ausstellung mein Konzept anpassen muss. Ursprünglich wollte ich pro Insel eine ungefähr gleiche Anzahl an Formaten benutzen. Dies wird so nicht machbar sein, denn vorrangig geht es immer um die bestmögliche Umsetzung des Motivs.

Auf Amrum sind es neben der Weite des Kniepsandes die Wolken, die mir sofort ins Auge springen. Ganz anders Sylt, wo mich die starke Brandung am Weststrand fasziniert, und auch anders als Föhr, das sich durch sein Zusammenspiel des Wattes mit dem grünem Küstenverlauf auszeichnet.

Schwierig ist auch die Darstellung des Windes, der einen großen Einfluss auf das persönliche Erleben hat und ein typisches Merkmal für diese Landschaft ist.
Der Amrumer Küstenabschnitt beim Quermarkenfeuer hat sich im September in meine Erinnerung »gestürmt«: Bei Windstärke 7, in Böen 9 aus Südwest, pfiff der Wind zusammen mit dem Sand mir nur so um die Ohren.
Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, die Wasserkante vor dem Quermarkenfeuer zu erreichen, während der Wind über die Weite des Kniepsandes an Stärke zunahm. Der Sand flog wie in Nebelschwaden über den Boden, weit und breit war keine Menschenseele zu sehen. Ein Gefühl der Euphorie durchzog mich: Hier wirkt der Mensch so klein!

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Überfahrt nach Amrum

6. Oktober 2008 - 19:27

Rückblick, 1. September 2008.

Für ein paar Tage fahre ich nach Amrum, um Bildmaterial für meine Ausstellung im Mai 2009 auf Föhr zu sammeln. Bei der Überfahrt frage ich mich, wie die Halligen zu sehen sein werden. Diese kleinen Eilande sind das Erste, was der Betrachter auf der Fähre von der Insel- und Halligwelt zu sehen bekommt. Heute, bei Sturm und Gewitter, versinken sie im Dunst und im Gegenlicht glitzert für kurze Momente das Wasser auf.

Für Anfang September empfinde ich das Wetter als sehr stürmisch, aber mit 18 Grad ist die Luft noch angenehm mild. Zu diesem Zeitpunkt ahne ich noch nicht, das mir der Wind in den nächsten Tagen tolle Momente für mein Künstlerauge, aber gleichzeitig großen Frust bescheren wird.

Nur die Mutigen sind heute auf dem Oberdeck anzutreffen, der Rest tummelt sich bei Kartoffelsuppe und Würstchen unter Deck. Während der Überfahrt scheint der Wind aufzufrischen und an Stärke zu zulegen.

Der böige Wind bläst immer wieder neue Lücken in die Wolken und bringt im Minutentakt eine neue Lichtsituation.


Während wir uns Föhr für einen Zwischenstopp nähern, treten die Halligen aus dem Dunst hervor. Silberne Wasserstreifen glänzen kalt im Gegenlicht, während das Wasser nach Osten hin diese spezielle grüne Farbe annimmt.

Farbstudie, 8×23 cm,
© Astrid Volquardsen
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Föhrer Wattwanderung

11. August 2008 - 13:22

Der Wechsel der Gezeiten ist ein wesentliches Merkmal der nordfriesischen Küste. Das trockenfallende Watt bietet immer wieder neue Eindrücke, da Gezeiten und die Lichtverhältnisse einem ständigen Wechsel unterliegen.
Um einen anderen Blickwinkel in die Weite der nordfrisischen Küstenlandschaft zu bekommen, bietet sich eine Wattwanderung an. Im Juli machten wir uns morgens bei leichtem Ostwind und strahlend blauen Himmel auf den Weg von Föhr zur Nachbarinsel Amrum.

Mein Malerauge findet blauen Himmel nicht unbedingt reizvoll, doch die Küste von Sylt taucht im blauen Dunst auf und ziemlich klar zeichnen sich die Dünenspitzen Amrums ab. Der braune Wattboden mit seinen Rippelstrukturen bietet einen interessanten Farbkontrast. Wie gerne würde ich hier meine Staffelei aufbauen und die Eindrücke festhalten. Meine Sinne sind aufs höchste aktiviert und im Skizzenbuch halte ich Blickwinkel und Ideen fest. Schon jetzt freue ich mich auf die Pastellbilder, die entstehen werden.
Nach einer ca. 8 km langen Tour müssen wir kurz vor Amrum den Priel »Mittelloch« durchqueren. In den letzten Jahren hat er sich vertieft, so dass Badehosen und -anzüge zum Einsatz kommen. Beeindruckend welche Kraft das ablaufende Wasser besitzt! Unser sachkundiger Führer Walter Lehmann hat noch einen flotten Schnack parat: „Ich gehe als Erster durch den Priel. Wenn meine Mütze plötzlich oben auf dem Wasser schwimmt, wissen sie, dass die Kleineren unter ihnen sich weiter rechts halten müssen.”

Als Landratten kann man die Kraft des Wassers und die Wetterverhältnisse an der See schnell falsch einschätzen, deshalb sollten Wattwanderungen immer unter sachkundiger Führung unternommen werden.

Über Tourenvorschläge von Leserseite würde ich mich sehr freuen. Ich stelle diese gern auf diesem Blog weiteren Lesern zur Verfügung – oder nutzen sie einfach die Kommentar-Funktion unter diesem Artikel, um direkt eine Vorschlag zu schreiben.

Web-Links:

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