
Blick zum Meer, 12×35,5 cm, 2012
© Astrid Volquardsen
Bei dieser Wetterlage ist die Sehnsucht zum Meer so groß, gerne wäre ich jetzt dort. Insofern muß ein Pastellbild statt dessen reichen.

Blick zum Meer, 12×35,5 cm, 2012
© Astrid Volquardsen
Bei dieser Wetterlage ist die Sehnsucht zum Meer so groß, gerne wäre ich jetzt dort. Insofern muß ein Pastellbild statt dessen reichen.
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© Astrid Volquardsen
Pastellmaler benutzen für ihre Malerei Pastelle übergreifend von verschiedenen Herstellern, denn es gibt nicht »die« Sorte oder »den« Pastellstick. Jeder Stick hinterlässt abhängig von der Papiersorte oder von der Untermalung eine andere Spur. Zu beachten ist auch beim Zusammenspiel von Papier und Pastell, wie die Haptik auf den Künstler wirkt und jeder hat gerade in diesem Bereich sehr individuelle Vorlieben.
An dieser Stelle gebe ich einen Einblick, warum ich die Pastel Pencils von Caran d’Ache mag und warum sie meiner Meinung nach eine sehr gute Ergänzung zu den bestehenden Produkten auf dem Markt darstellen.
Meine Malweise entspricht nicht unbedingt der traditionellen Vorgehensweise, da ich auf rauem Papier mit weichen Pastellen starte und erst zum Schluss mit den harten darüber gehe, z.b. für Details. Bei den gängigen Pastellstiften ergab sich für mich immer die Problematik, dass diese nicht genug Pigment abgaben und im Bild verblassten.
Was ich an den Pastel Pencils mag:
Ich benutze die Pastel Pencils gerne für Vorzeichnungen bzw. Skizzen bei Aktstudien oder für letzte Details zum Beispiel bei Schiffen in meiner Hamburger Hafen Serie.
Das Sortiment der Pastelpencils ist abgestimmt auf das Sortiment der Pastel Cubes, so dass es zu jedem Cube farblich genau einen passenden Pastel Pencil gibt. Über die Cubes kann ich noch nicht so viel sagen, da ich sie erst langsam in meine Vorgehensweise aufnehme. Auffallend für mich ist dabei ist, dass mir die Cubes aufgrund der Härte eine feine, sehr schwache Dosierung ermöglichen, wenn ich es brauche. Auf der anderes Seite kann ich mit einem kräftigen Auftrag Flächen füllen.

© Astrid Volquardsen
Die Pastellkünstlerin Susanne Mull malt gerne auch mit Pastellen im harten Segment und verwendet die Cubes. Ihrer Meinung nach haften die Pigmente der Pastel Cubes im Vergleich zu anderen harten Pastellen wesentlich besser auf dem Malgrund. Im Pigmentabrieb erweisen sich nur drei Farbtöne als wesentlich härter als der Rest des Sortiments, der Hauptteil der Cubes ist angenehm weich im Abrieb. Die Mine der Pencils und Cubes haben die gleiche Konzistenz und Farbpalette. Als besonderen Pluspunkt der neuen Pastelllinie sieht sie die Farbpalette. Diese erfasst ein breites Spektrum von mehreren Weißtönen wie Weißgelb, Weißrosa, Weißblau im hellsten Tonwertbereich bis hin zu mehreren Tönen im dunkelsten Tonwertbereich wie Braun, Violett, Grün, Grau bis hin zu Schwarz. Das Sortiment enthält viele gebrochene Farbtöne, sogenannte Greys oder Neutrals, wie Olivgrün, Grauviolett, Erdfarben, Hauttöne. Farbtöne im Gelbbereich, Orange- und Rotbereich sowie Chromoxydgrüntöne, welche man nicht so häufig benutzt, sind in ausreichend kleiner Zahl vorhanden.
Ap April 2012 werden die Pastel Pencils zum Beispiel über boesner bzw. verschiedene boesner Filialen und bei gerstaecker Schweiz zu erwerben sein.
Nachfolgend habe ich auf verschiedenen Papiersorten den Pencil ausprobiert. Bei den Brauntönen handelt es sich um Pencils, der Blauton stammt von einem Cube.

© Astrid Volquardsen

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Winterabend (II), 27 x 100cm, Pastell
© Astrid Volquardsen, 2012
Bevor der Frühling endgültig zu uns kommt, möchte ich an dieser Stelle mein letztes Winterbild für diese Saison zeigen. Es ist jedesmal aufs Neue eine große Faszination, wenn die großen Pötte im Abenddunst nach Hamburg einlaufen.
Auf meiner Homepage kann man das Bild größer sehen.
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Der Wunsch etwas mit einer Zeichnung festhalten zu können ist bei vielen immens groß. In meinen letzten beiden Kurswochenenden fiel mir auf, wie viele Teilnehmer gerne gut zeichnen möchten, sich gleichzeitig aber nicht trauen, erste Schritte zu gehen.
Wir sind stark verkopft, wenn es ums Zeichnen geht und uns unsere linke Gehirnhälfte versucht uns einzubläuen, dass wir das nicht können, es doof aussieht, falsch ist, das noch nie konnten, es nie lernen werden, …
Bei einem Skizzenbuch geht es nicht um die schöne perfekte Zeichnung, sondern um das Erkunden und Verstehen von Zusammenhängen, ums Sehen lernen. Man muss sich frei machen, von der Vorstellung, dass jeder Strich perfekt sein muss. Schon Degas hat gewusst, dass wahre Schönheit dann entsteht, wenn etwas nicht perfekt ist.
Skizzenbuch, 14×20 cm, 2012
© Astrid Volquardsen
In einem Interview sagte Jonathan Ive von Apple folgendes: »Was ich hier so sehr mag ist der absolute Optimismus und die Einstellung alle Ideen auszuprobieren, ohne die Angst vor Fehlern oder Versagen… Es ist so wichtig leichtfüßig und immer neugierig unterwegs zu sein, ohne Angst zu haben etwas falsch zu tun.«
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© Astrid Volquardsen, 2012
Die erste schöne Frühlingssonne lockt die Menschen in die Straßenkaffees.
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Im letzten Jahr erhielt ich eine Anfrage des Unternehmens Caran d’Ache aus der Schweiz, ob ich ein paar Prototypen ihrer neuen Pastel Pencils Linie testen könnte. Daraus hat sich ein sehr netter Austausch ergeben und führte mich vor Weihnachten mit meiner Malerkollegin Susanne Mull in die Zentrale und Produktion nach Genf.
Wie im Artikel über Pigmente angedeutet, ist die Herstellung von Künstlerfarben ein komplexer Prozess. Durch die Gespräche mit den Mitarbeitern bei Caran d’Ache ist mir erst wieder bewusst geworden, wie viel Mühe und Anstrengungen es kostet ein neues Produkt zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Ich ziehe meinen Hut vor der Expertise der Chemiker und Produktions-Spezialisten. Neben einem enormen Wissen und großen Erfahrungsschatz sind ein »sich niemals zufrieden geben« wohl Voraussetzungen, um sein Ziel zu erreichen. Besonders beeindruckt hat mich das scheinbare endlose Experimentieren, bis die Pastellstifte jene Konsistenz erreichen, wie sie gewünscht wird.
Pigmente haben aufgrund ihres molekularen Aufbaus unterschiedliche Partikelgrößen und Eigenschaften. Für den Hersteller bedeutet dies, dass er nicht einfach 70 Pigmente nimmt, mit Bindemitteln vermischt und durch die Maschinenproduktion jagt. Jedes Pigment reagiert unterschiedlich und jeder Stift hat sein eigenes Rezept und seine eigene Zusammensetzung. Aber die muss ja erstmal gefunden werden und sämtlichen Anforderungen genügen: Lichtechtheit, Farbzusammenstellung des Sortiments, Zufriedenheit und Anspruch der Zielgruppe sowie der Kostenfaktor, um nur einige zu nennen. Hinzu kommt, dass sich nicht alle Pigmente für einen maschinellen Produktionsprozess eignen, weil die Minen dafür zu empfindlich sind. Ich glaube, ich werde in Zukunft mit einer anderen Ehrfurcht vor den Regalen sämtliche Anbieter stehen, die Künstlermaterialien herstellen.
Obwohl wir die gesamte Produktion besichtigt haben, möchte ich mich an dieser Stelle auf die Herstellung der neuen Pastel Pencil Linie konzentrieren.
Zuerst wird das trockene Pigmentgemisch in einem Hochgeschwindigkeitsmixer sozusagen geschleudert (funktioniert wie ein Wäschetrockner), gerade so stark, dass die Pigmentklumpen in ihre kleinsten Teile verfeinert werden, jedoch nicht so stark, dass die Pigmentstruktur zerstört wird. Es werden Bindemittel und destilliertes Wasser hinzugefügt und langsam in einem großen Behälter geknetet.

© Astrid Volquardsen, 2011
Anschließend wird der Teig in ca. 15 kg schwere Zylinder gepresst, welcher im nächsten Arbeitsschritt zu den eigentlichen Pastellminen verarbeitet wird.
Leider war die Maschine zu diesem Zeitpunkt gerade nicht in Betrieb. Für die Pastellproduktion arbeiten immer zwei Mitarbeiter zusammen. Der eine achtet auf die saubere Führung, während der zweite die Minen in einen Behälter für die weiteren Arbeitsschritte legt.

© Astrid Volquardsen, 2011
Da die Pastellminen empfindlich reagieren, werden im Behälter nur wenige gelagert und kommen zum Härten in einen Spezialofen. Dabei werden sie nur leicht erhitzt, weil gewisse Pigmente ab bestimmten Temperaturen »oxidieren« und so ihr Aussehen verändern würden. Durch langsame Drehbewegungen werden die Minen gerade, rund und leicht gehärtet.

© Astrid Volquardsen, 2011
Die Kunst bei den Pastellstiftminen liegt in der ausgewogenen Zusammensetzung von Pigment und Bindemittel. Ziel ist, dass der Teig nur so viel Bindemittel enthält wie nötig, um die typischen Eigenschaften eines Softpastells zu gewährleisten, aber so viel wie nötig, damit die Minen nicht brechen.
Während der Produktion wird sorgfältig darauf geachtet, dass alle Minen gerade sind, keine Schädigungen oder Risse aufweisen. Schadhafte Teile werden sofort aussortiert. Für den nächsten Arbeitsschritt sind homogene Minen notwendig, um in die Vertiefungen auf ein Holzbrett zu passen. In einem automatisierten Prozess erfolgt das Einlegen, Aufkleben einer weiteren Holzplatte und der Zuschnitt in einzelne Stifte.

© Astrid Volquardsen, 2011
Der nächste Produktionsabschnitt sieht erstmal recht unspektakulär aus: Das Anspitzen der Pastel Pencils. Überrascht war ich von der Vorarbeit, die in das Austüfteln dieses Arbeitsschrittes ging. Mit wenigen Griffen, möglichst effektiv und schonend musste eine Anspitzmethode gefunden und die Maschine dafür entsprechend justiert werden. Beeindruckt hat mich, mit welchen Hingabe und Genauigkeit der Mitarbeiter an dieser Maschine gearbeitet hat.

© Astrid Volquardsen, 2011
Ich muss hinzufügen, nicht nur an dieser Maschine! Alle Maschinen in diesem Betrieb sind Unikate und werden für die speziellen Produktionsprozesse angepasst. Die Mitarbeiter waren sehr freundlich zu uns, haben uns die Abläufe erklärt, bereitwillig ihre Arbeit gezeigt und unsere Neugierde und Staunen gesehen.
Abschließend erhalten die Stifte in einem Tauchbad die Farbmarkierungen auf dem Endstück sowie den Aufdruck, welcher die Farbnummern aufweist. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mir nie Gedanken gemacht, wie viel Arbeit und Tüftelei in dieses Produktteil geht. Die Farbe des Endstückes soll mit dem eigentlichen Pigment möglichst genau übereinstimmen. Kein Problem könnte man denken, die bereits vorhandene Pigmentmischung wird mit den entsprechenden Bindemitteln für Lacke versetzt. Durch die unterschiedlichen chemischen Bestandteile in den Lacken sind die Chemiker gut beschäftigt die entsprechenden Übereinstimmungen zu finden.
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