Winterruhe (II)

19. Februar 2012 - 13:58

Winterruhe (II)

Winterruhe (II) – Studie, 13×13cm, Pastell
© Astrid Volquardsen, 2012

Es ist keine zwei Wochen her, da hatte das Eis noch alles fest im Griff. Mir hatte  es das Schattenspiel auf den Schiffen und dem Eis besonders angetan. Die Kältewelle ist nun vorbei und das Eis gibt die Schiffe langsam wieder frei.

Im nächsten Beitrag werde ich über meinen Besuch in der Pastellstift Produktion bei  Caran d´Ache in Genf berichten.

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Winterruhe

12. Februar 2012 - 14:11

Winterruhe (I)

Winterruhe (I) – Studie, 13×13cm, Pastell
© Astrid Volquardsen, 2012

Im Sandtorhafen im Gebiet der Hamburger Hafencity ist der Museumshafen der Stiftung Maritim untergebracht. In diesem Bereich liegen nur die historischen Schiffe, welche einen Einblick in die maritime Geschichte Hamburgs geben. Auf allen Schiffen bieten sich im Sommer Mitfahrgelegenheiten. Nur jetzt nicht: Wegen des Eisgangs herrscht Winterruhe.

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Eisgang im Hamburger Hafen

7. Februar 2012 - 22:22

Am Wochenende zog es uns wie tausend andere Menschen in den Hamburger Hafen. Durch die anhaltend sibirische Kaltfront hat die Eisbildung stark zugenommen. Dieser Teil der Elbe liegt noch im Einflussbereich der Gezeiten und durch den Schiffsverkehr ist noch keine geschlossene Eisdecke entstanden.

Ich weiß nicht, wer oder was mir den Floh ins Ohr gesetzt hat, an diesem Wochenende die Plein Air Saison zu eröffnen. Bei frostigen Temperaturen habe ich versucht die Farbimpressionen vom Fähranleger Fischmarkt einzufangen.  Bei -5° C ( gefühlt -10° C, mindestens!) und eisigem Wind habe ich für zwei Farbstudien über 1 Stunde durchgehalten, aber dann wollten meine Fingerspritzen nicht mehr und ich nur noch ins Warme. Wer bei solchen Temperaturen draußen malen möchte: Keep it simple, keep it small!

Plain Air Painting (1)

© Marc Volquardsen, 2012

Plain Air Painting (4)

© Marc Volquardsen, 2012

In einem Timelapse Video hat mein Mann festgehalten, was den Reiz meiner schönen Heimatstadt Hamburg ausmacht.

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Pigmente

5. Februar 2012 - 13:50

Pastellherstellung (1)© Marc Volquardsen, 2012

Durch die Beschäftigung mit der Thematik wie sich Pastelle selber herstellen lassen, kommt man unweigerlich zur Auseinandersetzung mit Pigmenten. Zuerst dachte ich noch, dass ich locker vom Hocker eine kurze Zusammenfassung schreibe, was sich jedoch als ein reichlich naiver Gedanke herausstellte. Die Welt der Pigmente und Malkunde ist groß und es hat schon seinen Grund, warum es dicke Bücher darüber gibt. Daher beschränke ich mich auf einen sehr kleinen Ausschnitt, welcher dem Pastellkünstler etwas Hintergrundwissen liefert. Für diejenigen, die sich in die überaus interessante Materie vertiefen wollen, gebe ich ein paar Literaturhinweise am Ende des Beitrags.

Ausgangsstoff für alle Farben ist das Pigment. Dies liegt zunächst nur in Pulverform vor und wird erst durch Beigabe unterschiedlicher Bindemittel (so eine Art Kleber) zur Acryl-, Öl- oder Aquarellfarbe oder zum Pastell. Pigmente lassen sich aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung in zwei Gruppen einteilen: Anorganisch und organische Pigmente. Ein weiterer Schritt unterscheidet nach ihrer Herkunft, ob es sich um künstliche oder natürliche Pigmente handelt. Dabei können sie pflanzlichen, tierischen, mineralischen Ursprungs sein oder in den Labors der Chemiker entstehen.

Organische Pigmente basieren in ihrer molekularen Zusammensetzung auf Kohlenstoffbestandteilen.

  • natürliche: Karmin, Indischgelb,
  • synthetische: Chromgelb, Echtgelb, Phtalo-Cyaningrün,

Anorganische Pigmente sind chemische Verbindungen, die nicht auf Kohlenstoffatomen aufgebaut sind.

  • natürliche: hierzu gehören Erden und Mineralien wie z.B.Umbra und Ocker,
  • synthetische: Eisenoxidrot, Carpuut Mortuum, Marsgelb, Weißpigmente

Da jedes Pigmentkorn eine unterschiedliche Teilchengröße hat, variieren die Eigenschaften von Pigment zu Pigment stark. Jedes Pigment verhält sich anders in Bezug auf Lichtechtheit, Konsistenz, Verarbeitung, Pinselfluss oder bei Pastellen dem Abrieb. Hat man vierzig verschiedene Pigmenthaufen nebeneinander liegen, die mit dem bloßen Auge alle wie farbige Mehlhaufen aussehen, bedeutet dies nicht, dass sich alle gleich gut und einfach verarbeiten lassen. Pip Seymour weist darauf  hin, dass die organisch synthetischen Pigmente wie Heliogen Grün sich nur schwer mit Wasser vermischen lassen und ein zusätzliches Netzmittel benötigen. Andere Pigmente benötigen wiederum mehr Bindemittel, um die Pigmentkörner überhaupt zusammen zu halten.

Pastellherstellung (2)

© Marc Volquardsen, 2012

Beim Vermischen von Titanweiß mit Wasser, nimmt das Pigment zunächst das Wasser schwer auf und verhält sich wie zähes Kaugummi.

Pastellherstellung (3)

© Marc Volquardsen, 2012

Dieses Violett nimmt das Wasser überhaupt nicht an.
Die Pigmentteilchen schwimmen auf einem Wasserfilm.

Pastellherstellung (4)

© Marc Volquardsen, 2012

Ultramarinblau lässt sich leicht zu einer Paste vermischen.

All dies erklärt auch, warum selbst innerhalb einer Marke die Konsistenz der Sticks sehr unterschiedlich ausfallen kann. Aufgrund der oben aufgeführten Punkte eignen sich nicht alle Pigmente gleich gut für einen Herstellungsprozess innerhalb einer Manufaktur. Viele Pastellmaler werden schon festgestellt haben, dass bei Softpastellen Rottöne, insbesondere dunkle, häufig hart und kratzig sind, dazu neigen zu bröseln und zu zerbrechen. Dies hat mit der Eigenschaft des Pigmenten zu tun und nicht mit dem Unvermögen der Hersteller.

Bücher

  • Boesner Katalog 2011/2012, S. 264
  • Finley, Victoria: Das Geheimnis der Farben.
  • Hoppe, Thomas: Malkunde. Grundlagen, Materialien, Techniken. Bonn, Seemann Verlag 2005
  • Myntweiler, Stefan: Farbpigmente, Farbstoffe, Farbgeschichten. 2. überarb. und erweit. Auflage, 2011, zu beziehen über Kremer Pigmente
  • Seymour, Pip: Making Soft Pastels  Using Dry Pigments. London, 1999, S. 12  Mit deutscher Übersetzung zu beziehen über Kremer Pigmente
  • Smith, Ray: Praxisbuch für Künstler. Dorling Kindersley 2009

Websites:

 

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Kurse

30. Januar 2012 - 11:38

© Astrid Volquardsen

Es ist jeweils noch ein Platz frei im Kurs Freie Pastellmalerei in Hamburg und Tonwerte in Salzhausen bei Lüneburg. Weitere Infos siehe hier.

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Roter Schlepper

22. Januar 2012 - 13:52

Roter Schlepper (II)

Roter Schlepper (II), 30×30cm, Pastell
© Astrid Volquardsen, 2011
verkauft

Es bereitet mir eine riesengroße Freude und Spaß, dass in meinen Bildern andere Farben auftauchen, als bisher. Das ist sehr befreiend und es gibt wieder diese aufregenden Momente, wenn Farbkombinationen tief in mir drinnen dieses Aha -Gefühl auslösen. Ein absoluter Hochgenuss.

Allen meinen Lesern möchte ich an dieser Stelle für ihre treue Gefolgschaft danken. Ein besondere Dank geht auch an meine Kommentatoren. Es tut mir immer sehr Leid, wenn ich nicht gleich oder verspätet (manchmal gar nicht) antworte. Ich freue mich über jeden Kommentar, sie werden von mir alle gewertschätzt, nur manchmal ist mein Leben gerade mit anderen Dingen beschäftigt. Und manchmal, schwer vorstellbar, fehlen mir einfach Worte.

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