
© Astrid Volquardsen
Es ist jeweils noch ein Platz frei im Kurs Freie Pastellmalerei in Hamburg und Tonwerte in Salzhausen bei Lüneburg. Weitere Infos siehe hier.

© Astrid Volquardsen
Es ist jeweils noch ein Platz frei im Kurs Freie Pastellmalerei in Hamburg und Tonwerte in Salzhausen bei Lüneburg. Weitere Infos siehe hier.

Roter Schlepper (II), 30×30cm, Pastell
© Astrid Volquardsen, 2011
verkauft
Es bereitet mir eine riesengroße Freude und Spaß, dass in meinen Bildern andere Farben auftauchen, als bisher. Das ist sehr befreiend und es gibt wieder diese aufregenden Momente, wenn Farbkombinationen tief in mir drinnen dieses Aha -Gefühl auslösen. Ein absoluter Hochgenuss.
Allen meinen Lesern möchte ich an dieser Stelle für ihre treue Gefolgschaft danken. Ein besondere Dank geht auch an meine Kommentatoren. Es tut mir immer sehr Leid, wenn ich nicht gleich oder verspätet (manchmal gar nicht) antworte. Ich freue mich über jeden Kommentar, sie werden von mir alle gewertschätzt, nur manchmal ist mein Leben gerade mit anderen Dingen beschäftigt. Und manchmal, schwer vorstellbar, fehlen mir einfach Worte.

Winterabend, 14×41 cm, Pastell
© Astrid Volquardsen, 2012
Die Elbe umfängt ein ganz besonderer Zauber in den Abendstunden im Winter. Das Pfannkucheneis (heißt tatsächlich so) zeigt nur dort die Wasseroberfläche, wo kurz zuvor ein Schiff längsgefahren ist. Am Elbufer erscheinen die ersten Lichter und im Abenddunst nähert sich ein Frachter und Schlepper dem Hafen.
Eine Freundin schickte mir den folgenden Link mit der Bemerkung: »Ich glaube, wir werden alt…« Ich ziehe noch immer das Medium Pastell vor, aber beruhigend zu wissen, dass es eine Alternative gäbe, falls ich eine Pastellstauballergie entwickeln sollte. Ansonsten finde ich das Können des amerikanischen Künstlers David Kassan einfach nur beeeindruckend.
Schon seit längerem beschäftigt mich die Frage nach den Möglichkeiten der eigenen Herstellung von Pastellen. Angeregt durch einen Blogbeitrag des amerikanischen Pastellkünstlers Casey Klahn verwerte ich nun meine vielen kleinen Pastellreste.

© Marc Volquardsen, 2012
Zuerst zerstoße ich die Reste in einem Mörser. Wenn es besonders viele Reste sind, sollte man dies in mehreren Portionen tun, da man sonst die Pigmente nicht ordenlich zerstoßen bekommt und später kleine Farbeinschlüsse im Pastell hat. Der Mörser in diesem Bild hat den Nachteil, dass er durch die poröse Oberfläche das Pigment sehr stark aufnimmt und man ihn nicht mehr gereinigt bekommt. Stattdessen empfehle ich einen Glasmörser kombiniert mit einer Glas- oder Metallschüssel.

© Marc Volquardsen, 2012
Das zerstoßene Pigment schütte ich auf eine Glasplatte. Mit destilliertem Wasser besprühe ich das Pigment und vermische es gründlich mit einem Palettenmesser zu einem Teig. Die Sprühflasche hat den Vorteil, dass man die Wasserzugabe gut dosieren kann, bis man die richtige Konsistenz erhält. Destilliertes Wasser ist notwendig, damit keine Keime in den Pastellteig kommen und diesen möglicherweise mit Schimmel befallen.
Weitere Zusatzstoffe oder Bindemittel sind nicht nötig, das diese bereits in den Resten enthalten sind.
Während des gesamten Prozesses sollte unbedingt eine Staubmaske getragen werden.

© Marc Volquardsen, 2012
An dieser Stelle könnte man die Teigmasse teilen und stufenweise weißes Pigment hinzufügen, um hellere Varianten des Farbtones zu erreichen. Zu sehr sollte man sich in die Farbe nicht verlieben, denn genau der Farbton wird sich später nicht mehr nachmischen lassen.
Den Teig kann man mit den Händen zu Pastellen formen. Mein Vater hat mir kleine Kästen gebaut, in die ich den Teig einfülle.
Da das Holz der Kästen den Farbton sehr leicht annimt, habe ich für die verschiedenen Farbtöne jeweils eigene Kästchen.
© Marc Volquardsen, 2012
Auf diese Weise habe ich bereits 15 neue Pastelle herstellen können.
Nach ca. 1 Tag Trockenzeit lösen sich die Pastellsticks von alleine aus dem Kasten und brauchen nochmal ca. 6 Tage, bis sie vollkommen durchgetrocknet sind:

© Marc Volquardsen, 2012