Beiträge aus »2012«:

Degas und der Akt – Ausstellung in Paris

17. Mai 2012 - 20:37

Degas Sketchbook

Zur Zeit läuft im Musee d’Orsay in Paris eine Sonderausstellung zu Degas und seinen Aktbildern. In dieser exzellenten Ausstellung wird die Entwicklung Degas  von den traditionellen Aktstudien zu seinen modernen Darstellungen des weiblichen Körpers in Alltagszenen aufgezeigt. Es offenbart sich wieder, was für ein hervorragender Künstler er war. Als junger Student traf Degas auf den von ihm sehr bewunderten französichen Maler Ingres und fragte ihn um Rat. Ingres sagte zu ihm: »Zeichen Sie Linien, junger Mann, zeichnen Sie Linien, entweder nach der Natur oder aus der Erinnerung. Dann werden Sie ein guter Künstler werden.« Degas hat diesen Rat beherzigt und galt bei seinen Zeitgenossen als ein unachgiebiger und ausdauernder Zeichner und Maler. Wo man wieder sieht, dass all dieses Können nicht vom Himmel gefallen ist, sondern mit Fleiß zu tun hatte.

In dieser Ausstellung waren Degas Monotypien eine Offenbarung für mich. Die Monotypie ist ein Druckverfahren, bei dem auf einer Glas- oder Metallplatte Farbe aufgetragen und mittels Presse oder Hand ein Druck (Monotypie) angefertigt wird. Degas hat dafür Tinte oder Druckerschärze benutzt. Diese Monotypien hatten für ihn als  künstlerisches Mittel einen ebenso hohen Stellenwert bei wie das Pastell. Er hat diese schwarz/weiß Monotypien so sehr geschätzt, »dass wenn er nochmal leben könnte, würde er nichts anderes außer schwarz/weiß machen. Schwarz und Weiß sind ausreichend, um ein Meisterwerk herzustellen«. Seine zahlreichen Monotypien in der Ausstellung geben ihm Recht.

Einige dieser Drucke hat Degas mit Pastellen übermalt, wie im unteren Beispiel zu sehen. Degas benutzte die französichen Pastelle der Firma Roche, über die ich in einem anderen Blogbeitrag schon mal berichtet habe.

 

Degas - Woman in her bath

Degas - Woman in her bath (Detail)

 

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, neben Französisch auch in Englisch erhältlich.

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Anstrich

13. Mai 2012 - 8:06

Anstrich

Anstrich! 13×13 cm, 2012
© Astrid Volquardsen

Auf den Schiffen sieht man nach wie vor emsige Betriebsamkeit, um die Schiffe auf Vordermann zu bringen.

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Festmachen!

10. Mai 2012 - 22:57

Neulich im Museumshafen Övelgönne:

Festmachen

Festmachen! 13×13 cm, 2012
© Astrid Volquardsen

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Atlantis

7. Mai 2012 - 20:31

Atlantis

Atlantis, 13 x 13 cm, 2012
© Astrid Volquardsen

Überall auf den Segelschiffen laufen die Vorbereitungen für die Saison. Der  blaue Rumpf der Atlantis wird auch bald wieder auf der Flensburger Förde zu sehen sein.

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Geschichte der Unison Pastelle 2011 IAPS Präsentation

3. Mai 2012 - 20:20

Im Sommer 2011 hat die Geschäftsführerin Kate Hersey auf der IAPS Tagung (International Association of Pastel Societies) einen Vortrag über die Entstehungsgeschichte und Produktion der englischen Unison Pastelle gehalten. Sie berichtet darüber, wie ihr Ehemann und Künstler John Hersey in den 80er Jahren so unzufrieden mit den angebotenen Pastellen war, dass er begann diese selber herzustellen. Die heutige Farbpalette ist inspiriert von der wunderbaren Landschaft Northumberlands. Der Vortrag ist auf Englisch, aber viele Fotos, welche Kate im Vortrag zeigt, sind sehenswert und auch so verständlich. In diesem Vortrag wird verständlich, warum sich die Farbpalette so sehr von den Pastellen der großen Farbhersteller unterscheidet.

Falls das Video im Beitrag nicht automatisch erscheint, bitte folgenden Link nutzen: http://vimeo.com/26973681

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Dampfschlepper »Tiger«

1. Mai 2012 - 15:59

Leinen Los!Leinen Los!, 13×13 cm, 2012
© Astrid Volquardsen

Tiger (I)Unter der Woche lockte mich das gute Wetter in den Museumshafen Övelgönne in Hamburg. Während ich dort umherstreifte fiel mir schon auf, das eines der Dampfschiffe am Einheizen war. Ein Besatzungsmitglied sprach mich an, ob ich nicht Lust hätte mit zum Kohle einbunkern an den Köhlbrand zu kommen. Na klar!

Ich bin diesem Flair der alten Schiffe immer sofort erlegen und dieses Mal war es nicht anders. Welch ein Genuß über die Elbe zum Hansaport zu schippern, wo die Kohle geladen wurde.

Diesen alten Schlepper gibt es nur noch, weil sich ehrenamtliche Mitarbeiter gefunden haben, die durch ihre Zeit und Engagement zum Erhalt dieses besonderen Schiffes beitragen. Die Tiger wurde 1910 in den Dienst genommen und nach dem Namen einer Mehlmarke der Altonaer Getreidemühle benannt. Das Schiff wurde für Leichter-und Bugsierfahrten bis Brunsbüttel oder auch als Transport von Hafenarbeitern eingesetzt und in den 70er Jahren durch den Verein Museumshafen Oevelgönne vor der Verschrottung gerettet.

Tiger (II) Tiger (III)

Unter den netten Crewmitgliedern befinden sich ein paar Hamburger Originale, wie sie es nur hier oben in Norddeutschland gibt. Ich kann eine Mitfahrt nur jedem empfehlen, um den Dampf, den Geruch der Kohlen und das Farbspiel des grünen Schornsteins mit dem orangefarbenen Kabinenhäuschen vor der Hamburger Hafenkulisse einmal selbst zu erleben. Wer mag, kann auch unter Deck gehen und sich den Maschinenraum anschauen. Die Tiger liegt unten am Museumshafen und jeden Samstag und Sonntag um 14 und 16 Uhr kann man gegen einen Obolus von 10 Euro den Hamburger Hafen mit seinen Docks, Kränen und Containerbrücken erkunden. Weitere Infos sind auf der Website des Dampfschleppers Tiger zu finden sowie ein paar wunderbare Filmreportagen vom NDR.

 

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