http://www.youtube.com/watch?v=YB90NjT51gg
Allen meinen Lesern wünsche ich frohe Festtage und das es essenstechnisch zu keinen Katastrophen kommt.
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Allen meinen Lesern wünsche ich frohe Festtage und das es essenstechnisch zu keinen Katastrophen kommt.
Anna Ancher (1859-1935) war ein anerkanntes Mitglied der dänischen Künstlergemeinschaft der Skagenmaler. Geprägt vom Impressionismus sind ihre Interieurbilder vom nordischen Licht durchflutet. In ihren Ölbildern, bzw. Pastellen zeigt sie vor allen Dingen Frauen und Kinder bei alltäglichen Arbeiten. Eines ihrer berühmtesten Ölbilder ist sicherlich »Sonnenschein in der blauen Stube«, auf welcher ihre Tochter Helga zu sehen ist.
Bei meinem letzten Besuch in Skagen war ich angenehm überrascht ein Buch zu finden, welches sich ausschließlich mit Anna Anchers Pastellen beschäftigt. Neben einer thematischen Einordnung von 24 Bildern liegt ein weiterer Schwerpunkt auf Anna Anchers Technik und das Material, das sie verwendet hat. So gibt der Katalog einen detaillierten Einblick, welche Farben sie vom französichen Hersteller Lefranc & Bourgeois benutzt hat. Der Farbenhersteller Lefranc & Bourgois existiert noch heute, doch haben sie die Produktion ihrer Pastelllinie eingestellt, soweit ich ersehen konnte.
Besonders interessant war für mich die ausführliche Behandlung der verschiedenen Malgründe, die Anna Ancher nutzte. Zu Beginn ihrer Karriere malte sie auf Papier oder Pappe wie damals meist üblich. Ab 1885 verwendete sie jedoch Leinwand, welche grundiert und auf einen Stretcher aufgezogen war. Spannender Weise kam nicht Bimsstein zum Einsatz, sondern Leinen- und Baumwollfasern. Dies hat den Effekt, dass einige ihrer Pastelle wie Ölbilder aussehen, obwohl ich nicht glaube, das dies der ursprüngliche Anlass dafür war. In seltenen Fällen hat Anna Ancher Pastelle als Vorstudien für ihr Ölbilder genutzt, ansonsten sind sie ein für sich eigenständiges Werk.
Das umfassende Buch »Anna Ancher The Pastels« von Elisabth Fabritius ist in hervorragender Druckqualität erhältlich. Neben 24 Pastellbildern wird im zweiten Teil das Material anschaulich mit Fotos erklärt. Es ist nur in Englisch erhältlich und kann über direkt über das Skagenmuseum für ca. 34 Euro erworben werden.

Vor der Flavia, 13×13 cm, 2012
© Astrid Volquardsen
verkauft
Ich frage mich jedesmal aufs Neue, wie Schlepper und Kommandobrücke es schaffen, sich abzusprechen, das nichts passiert.

Rot im Morgenlicht, 13×13 cm, 2012
© Astrid Volquardsen
verkauft
Neulich Morgen im Hamburger Hafen: Die Sonne hat sich nach all diesem grauen Hochnebel für einen Vormittag gezeigt und bringt mit ihren Strahlen die Farben zum Leuchten.

In den letzten Jahren hat sich eine wunderbare Bewegung manifestiert: Die Urban Sketchers. In aller Welt haben sich über die Jahre Profi- und Hobbykünstler gefunden, welche die Stadt in der sie leben oder bereisen in Skizzen festhalten. Auf ihrem Blog kann man täglich die verschiedenen Ergebnisse sehen und schon länger gab es ein englischsprachiges Buch mit den bekanntesten Gesichtern / Skizzen diverser Künstler. Nun ist dieses Buch auf Deutsch erschienen.Es zeigt die lange Tradition der Reiseskizzen und wie es heute im Zeitalter moderner Kommunikation und sozialer Netzwerke eine Erneuerung gefunden hat. Mit über 700 wunderschönen, inspirierenden Illustrationen aus 50 Städten und 30 Ländern bebildert, ist dieses Buch eine nie endende Inspiration. Da die Künstler ihr Material und Vorgehensweisen erläutern, möchte man immer selbst sofort zum Stift greifen.
Diejenigen unter meinen Lesern, die nun wieder sagen, ja, aber ich kann doch gar nicht zeichnen… Diese Stimme im Kopf ist ein ziemlich hartnäckiger Untermieter, der unser tägliches Leben kommentiert und oft auch schlechte Ratschläge gibt. Wenn wir einen negativen Gedanken wie ein Mantra in unserem Kopf wiederholen, setzt er sich dort fest und am Ende glauben wir der Stimme im Kopf. Gar nicht gut. Wer die wunderschöne und manchmal abenteuerliche Reise des Skizzierens antreten will,muss lernen die Stimme im Kopf ruhig zu stellen und die Gedanken auf den Augenblick zu konzentrieren: »Die Linie verläuft in einem Bogen«; »Die Form ist größer als diese, der Tonwert ist dunkler…« so lenkt man die Konzentration auf den eigentlichen Skizzierprozess. Wenn der Untermieter sich hartnäckig zu Wort meldet, einfach die Kündigung aussprechen!
September: Skagen hat einen recht großen Hafen und was mir hier besonders gefällt ist das Nebeneinander von Fischereischiffen, Werften und Segelbooten. Läuft man weiter ins Hafengelände herein hat man einen schönen Blick auf den Fischereibereich. Zwischen Schiffsbug und Container baue ich die Staffelei auf und beginne mit dem Skizzieren und Malen.

2012 © Astrid Volquardsen
Um mich herum schneiden Werftmitarbeiter Kabel zu, werfen ab und zu einen Blick auf mein Pastellbild und gehen sonst stillschweigend ihrer Arbeit nach. Eine total schöne Arbeitsathmosphäre.

2012 © Astrid Volquardsen
Leider gibt es einen kräftigen Schauer zwischendurch und wenn ich auch meine Pastellstudie erst retten konnte. Dummerweise musste ich die Erfahrung machen, dass man unbedingt nach einem Regenschauer nach oben schauen sollte, wenn man danach weitermalt. Leider klatschten mir dann drei Tropfen von einer Lampe auf mein Bild. Aus Reflex habe ich versucht die Flecken schnell zu verwischen, aber es war zu viel Feuchtigkeit aufs Senni Papier gekommen, so dass ich die Oberfläche abgewischt hatte. Besser wäre gewesen, alles trocknen zu lassen und später mit Pastell abzudecken.

2012 © Astrid Volquardsen

Plein Air in Skagens Hafen, 21×13cm, 2012 © Astrid Volquardsen
Nun gut, es ist trotzdem eine schöne Studie geworden und hat für mich von der Stimmung viel eingefangen.